Phantasie auf Albano′s Höhen
1795Luftige Bläue! Selig dahin Schwebt auf der Weihe Flügeln mein Sinn! Über die Erde, wohl über das Meer Trägt mich der strahlende Fittig daher!
Fessellos Streben Himmlisches Seyn! Du lohnst das Leben, Du nur allein! Tauchen den Fittig in Abendrothduft, Trinken die reine, die himmlische Luft!
Heiliger Fluthen Schimmerndes Blau, Pupurne Gluthen Wolken voll Thau Kränzen und gürten Ausonia′s Strand, Strahlen um′s alte Saturnische Land!
Ewiger Frühling, Ewiges Grün Schattender Kühlung Schweben dahin, Wonnige Tage im duftenden Kranz Und in der Horen sanftwallendem Tanz!
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Interpretation
Das Gedicht "Phantasie auf Albano's Höhen" von Friederike Sophie Christiane Brun beschreibt eine poetische Reise des lyrischen Ichs in die Höhen Albanos, eines Berges in der Nähe von Rom. Die erste Strophe beginnt mit einem Aufruf an die "luftige Bläue" und beschreibt das Gefühl des Schwebens und der Freiheit, das das lyrische Ich auf den Höhen Albanos empfindet. Die zweite Strophe setzt dieses Thema fort und betont die Belohnung des Lebens durch die Verbindung mit der Natur und die Erfahrung von Reinheit und Himmelsluft. Die dritte Strophe beschreibt die Schönheit der Landschaft Albanos mit ihren blauen Fluten, purpurroten Gluthen und wolkenvollen Tau. Die vierte Strophe endet mit einem Loblied auf den ewigen Frühling und das ewige Grün der Landschaft, die vom sanften Tanz der Horen umgeben ist. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine romantische und idealisierte Vorstellung von der Natur und ihrer Schönheit. Das lyrische Ich scheint in der Natur eine Art spirituelle Erfahrung zu finden, die ihm ein Gefühl von Freiheit und Reinheit vermittelt. Die Beschreibungen der Landschaft sind sehr bildhaft und malerisch und vermitteln eine Vorstellung von einer idyllischen und friedlichen Umgebung. Das Gedicht kann als eine Art Loblied auf die Natur und ihre Schönheit interpretiert werden, das den Leser dazu einlädt, die Natur zu schätzen und zu bewundern.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Heiliger Fluthen Schimmerndes Blau, Pupurne Gluthen Wolken voll Thau
- Anapher
- Luftige Bläue! Selig dahin, Schwebt auf der Weihe Flügeln mein Sinn! Über die Erde, wohl über das Meer Trägt mich der strahlende Fittig daher!
- Bildsprache
- Tauchen den Fittig in Abendrothduft, Trinken die reine, die himmlische Luft!
- Hyperbel
- Ewiger Frühling, Ewiges Grün
- Kontrast
- Schattender Kühlung Schweben dahin
- Metapher
- Fessellos Streben, Himmlisches Seyn
- Personifikation
- Du lohnst das Leben, Du nur allein!
- Symbolik
- Saturnische Land
- Wortwiederholung
- Flügeln mein Sinn! Über die Erde, wohl über das Meer Trägt mich der strahlende Fittig daher!