Penelope
1806Die List Penelopens des frommen Weibchens lebe! Um ihre Tugend her zog sie ein Schutzgewebe; Doch das was sie bei Tage gut gemacht, Verdarb sie wieder bei der Nacht.
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Interpretation
Das Gedicht "Penelope" von Heinrich Christian Boie ist eine Hommage an die List und Tugend der mythologischen Figur Penelope. Es preist ihre strategische Klugheit, die sie einsetzt, um ihre Treue und Keuschheit gegenüber ihrem abwesenden Ehemann Odysseus zu wahren. Das Gedicht betont die Bedeutung von List und Täuschung als Mittel zum Schutz der Tugend. Die erste Strophe des Gedichts lobt Penelopes "List" und "Tugend" und würdigt sie als "frommes Weibchen". Der Begriff "fromm" unterstreicht hier ihre moralische Integrität und ihre Hingabe an ihren Ehemann. Die "Schutzgewebe", die sie um ihre Tugend spinnt, symbolisieren ihre List und ihre Fähigkeit, ihre Treue durch Täuschung zu bewahren. Die zweite Strophe beschreibt die spezifische List, die Penelope anwendet. Sie webt tagsüber an einem Leichentuch für ihren Schwiegervater, um ihre Verehrer zu täuschen und ihnen vorzutäuschen, dass sie noch immer auf die Rückkehr ihres Mannes wartet. Nachts zerstört sie jedoch ihre Arbeit, um den Prozess zu verlängern. Diese listige Taktik ermöglicht es ihr, ihre Treue zu bewahren, während sie gleichzeitig Zeit gewinnt, auf die Rückkehr ihres Ehemannes zu warten. Insgesamt ist das Gedicht eine Würdigung von Penelopes Intelligenz und ihrer Fähigkeit, ihre Tugend durch List und Täuschung zu schützen. Es zeigt, dass in bestimmten Situationen List und Klugheit notwendig sein können, um moralische Werte zu bewahren und sich gegen äußere Bedrohungen zu verteidigen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- Doch das was sie bei Tage gut gemacht, Verdarb sie wieder bei der Nacht
- Metapher
- Um ihre Tugend her zog sie ein Schutzgewebe
- Personifikation
- Die List Penelopens des frommen Weibchens lebe!