Osterhäslein

Friedrich Wilhelm Güll

1812

Drunten an der Gartenmauern hab′ ich sehn das Häslein lauern. Eins, zwei, drei - legt′s ein Ei, lang wird′s nimmer dauern.

Kinder, laßt uns niederducken! Seht ihr′s ängstlich um sich gucken? Ei, da hüpft′s, hei, da schlüpft′s durch die Mauerlucken.

Und nun sucht in allen Ecken, wo die schönen Eier stecken, rot und blau, grün und grau und mit Marmelflecken!

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Illustration zu Osterhäslein

Interpretation

Das Gedicht "Osterhäslein" von Friedrich Wilhelm Güll erzählt von einem spielerischen Osterhasen, der seine Eier versteckt. In den ersten beiden Strophen wird der Hase beobachtet, wie er sich vorsichtig an der Gartenmauer heranschleicht und ein Ei legt. Die Kinder werden aufgefordert, sich leise zu verhalten, um den Hasen nicht zu erschrecken, der dann schnell durch die Mauerspalten entkommt. In der dritten Strophe geht es um die Suche nach den versteckten Eiern. Die Kinder werden ermutigt, in allen Ecken nach den bunten Eiern zu suchen, die in verschiedenen Farben wie rot, blau, grün, grau und mit Marmorflecken beschrieben werden. Die Stimmung des Gedichts ist fröhlich und erwartungsvoll, was den Spaß am Ostereiersuchen widerspiegelt. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Vorfreude und den Zauber des Osterfestes, bei dem Kinder nach den versteckten Eiern suchen und dabei die Natur und die Tradition des Osterhasen entdecken. Die einfache Sprache und der rhythmische Aufbau machen das Gedicht für Kinder leicht verständlich und unterhaltsam.

Schlüsselwörter

drunten gartenmauern hab sehn häslein lauern eins zwei

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
hab' ich sehn das Häslein lauern
Anapher
Drunten an der Gartenmauern hab' ich sehn das Häslein lauern
Assonanz
eins, zwei, drei - legt's ein Ei
Enjambement
Drunten an der Gartenmauern hab' ich sehn das Häslein lauern
Metapher
Osterhäslein
Personifikation
Häslein lauern
Rhythmus
Kinder, laßt uns niederducken! Seht ihr's ängstlich um sich gucken?
Wortwiederholung
rot und blau, grün und grau