Oft

Theodor Däubler

1876

Warum erscheint mir immer wieder Ein Abendtal, sein Bach und Tannen? Es blickt ein Stern verständlich nieder Und saht mir: wandle still von dannen.

Dann zieh ich fort von guten Leuten. Was konnte mich nur so verbittern? Die Glocken fangen an zu läuten. Und der Stern beginnt zu zittern.

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Illustration zu Oft

Interpretation

Das Gedicht "Oft" von Theodor Däubler handelt von einer wiederkehrenden Vision eines Abendtals mit einem Bach und Tannen, die den Sprecher immer wieder heimsucht. Ein Stern blickt verständnisvoll auf ihn herab und mahnt ihn, still weiterzugehen. Trotz guter Menschen um ihn herum fühlt sich der Sprecher verbittert und zieht fort. Die Glocken läuten und der Stern beginnt zu zittern, was auf eine Art Aufbruch oder Veränderung hindeutet. Die Bildsprache des Abendtals, des Baches und der Tannen schafft eine idyllische, aber auch melancholische Atmosphäre. Der Stern als Beobachter und Mahner symbolisiert möglicherweise eine höhere Instanz oder das Gewissen des Sprechers. Die Verbitterung des Sprechers trotz guter Menschen um ihn herum deutet auf eine innere Zerrissenheit oder Unzufriedenheit hin. Das Läuten der Glocken und das Zittern des Sterns am Ende des Gedichts lassen auf eine Art Aufbruch oder Veränderung schließen. Vielleicht ist der Sprecher bereit, seine Verbitterung hinter sich zu lassen und einen neuen Weg einzuschlagen. Die Vision des Abendtals bleibt jedoch bestehen und verfolgt ihn weiterhin, was auf eine bleibende Prägung oder ein ungelöstes Thema hindeutet.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Ein Abendtal, sein Bach und Tannen
Metapher
Und der Stern beginnt zu zittern
Personifikation
Es blickt ein Stern verständlich nieder
Symbolik
Abendtal, Stern