Ob Ludewig grösser sey als Alexander

Benjamin Neukirch

1695

Man spricht/ daß du so groß als Alexander bist/ Und manche meynen gar daß dieser kleiner ist. Nun ist es zwar gewiß. Ihr habet gleiche gaben/ Die ehrsucht trifft bey dir wie bey den Griechen ein; Doch Alexander muß nothwendig grösser seyn: Denn jener hatte schon/ was du noch erst wilst haben.

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Interpretation

Das Gedicht "Ob Ludewig grösser sey als Alexander" von Benjamin Neukirch thematisiert den Vergleich zwischen Ludwig und Alexander dem Großen. Es wird behauptet, dass Ludwig genauso groß wie Alexander sei, wobei einige sogar meinen, dass Alexander kleiner sei. Das Gedicht deutet an, dass beide ähnliche Gaben besitzen und die Ehrgeizigkeit gleichermaßen trifft. Jedoch kommt der Sprecher zu dem Schluss, dass Alexander notwendigerweise größer sein muss als Ludwig. Der Grund dafür liegt darin, dass Alexander bereits das erreicht hat, was Ludwig noch erst erreichen will. Das Gedicht legt nahe, dass die Tatsache, dass Ludwig noch auf dem Weg zum Erfolg ist, während Alexander bereits erfolgreich war, Alexander größer erscheinen lässt. Insgesamt stellt das Gedicht die Frage nach der Größe und dem Vergleich zwischen Ludwig und Alexander. Es deutet an, dass Ludwig zwar ähnliche Eigenschaften und Ambitionen besitzt, aber Alexander aufgrund seiner bereits erzielten Erfolge als größer angesehen wird. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Bedeutung von vergangenen Leistungen und gegenwärtigen Ambitionen an.

Schlüsselwörter

alexander bey spricht groß manche meynen gar kleiner

Wortwolke

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Stilmittel

Kontrast
Doch Alexander muß nothwendig grösser seyn
Metapher
Ihr habet gleiche gaben
Vergleich
Man spricht/ daß du so groß als Alexander bist
Vorahnung
Denn jener hatte schon/ was du noch erst wirst haben