O Möcht ich itzt doch schön vohn deiner Schönheit singen...

Sibylla Schwarz

1638

O Möcht ich itzt doch schön vohn deiner Schönheit singen! O Edle halb Göttin! dann deine hohe Zier scheint wie der Sonnen Licht / und nimpt mich selber mir. Ich wil dein hohes Lob ans Dach des Himmels bringen / da soltu durch den Neid und alle Missgunst dringen. Dein schöner Augenglantz bricht wie die Sonn herfür / dein Purpur Angesicht / und was noch sonst bey dir / ist Göttlich üm und an / du kanst die Hertzen zwingen. Dein Mund ist Rosenroht / die Brust Albasterstein / du magst / O Galate / die andre Venus seyn / das zeuget deine Zier / dein lieblich Sehn / dein Lachen / du bist der Nimphen Zier; ein Weib / das einen Mann so bald er sie anschawt / mit Liebe tödten kan / ist deiner Schönheit Licht noch nicht einst gleich zu machen.

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu O Möcht ich itzt doch schön vohn deiner Schönheit singen...

Interpretation

Das Gedicht "O Möcht ich itzt doch schön vohn deiner Schönheit singen..." von Sibylla Schwarz ist ein Loblied auf die Schönheit einer Frau. Die Autorin drückt den Wunsch aus, die Schönheit der Frau in einem Lied preisen zu können, und vergleicht sie mit einer halbgöttlichen Figur. Die Schönheit der Frau wird als strahlend wie das Licht der Sonne beschrieben und hat eine solche Wirkung, dass sie den Sprecher selbst in den Bann zieht. Die Autorin beschreibt die Schönheit der Frau als göttlich und vergleicht sie mit der Sonne, die durch Neid und Missgunst hindurchdringt. Die Augen der Frau werden als glänzend wie die Sonne beschrieben, und ihr rotes Gesicht sowie ihre anderen Eigenschaften werden als göttlich bezeichnet. Die Frau wird als jemand beschrieben, der Herzen zwingen kann, und ihr Mund wird mit Rosenrot und ihre Brust mit Alabasterstein verglichen. Die Autorin vergleicht die Frau mit der Göttin Venus und den Nymphen und beschreibt sie als eine Frau, die einen Mann mit Liebe töten kann, sobald er sie ansieht. Insgesamt ist das Gedicht eine Huldigung an die Schönheit einer Frau, die als göttlich und bezaubernd beschrieben wird. Die Autorin verwendet zahlreiche Vergleiche und Metaphern, um die Schönheit der Frau zu beschreiben und ihre Wirkung auf andere zu verdeutlichen. Das Gedicht ist ein Beispiel für die Tradition des Schönheitslobs in der Dichtung und zeigt die Bewunderung der Autorin für die Frau, die sie beschreibt.

Schlüsselwörter

zier schönheit licht möcht itzt schön vohn singen

Wortwolke

Wortwolke zu O Möcht ich itzt doch schön vohn deiner Schönheit singen...

Stilmittel

Anspielung
die andre Venus seyn
Hyperbel
deiner Schönheit Licht noch nicht einst gleich zu machen
Metapher
die Brust Albasterstein
Personifikation
da soltu durch den Neid und alle Missgunst dringen
Vergleich
ein Weib, das einen Mann so bald er sie anschawt, mit Liebe tödten kan