O lieber Gott, so mild und lind...
1778O lieber Gott, so mild und lind, Du schließest mit Erbarmen Die Kinder all, die Waisen sind, In deine Vaterarmen.
Siehst nieder in der stillen Nacht Mit tausend kleinen Sternen, Und wo dein freundlich Auge wacht, Muß sich der Feind entfernen.
Drum fasse Mut, du Menschenkind, Verlier dich nicht im Dunkeln, Die Lichter ja am Himmel sind Um tröstlich dir zu funkeln.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "O lieber Gott, so mild und lind" von Clemens Brentano thematisiert die tröstende und schützende Rolle Gottes, insbesondere für die Schwachen und Verletzlichen. Es betont die Barmherzigkeit Gottes, der die Waisen in seine "Vaterarme" schließt, was eine Metapher für Geborgenheit und Schutz ist. Der Dichter vermittelt die Idee, dass Gott ein fürsorglicher Vater ist, der sich besonders um diejenigen kümmert, die keine irdische Familie haben. In der zweiten Strophe wird das Bild der stillen Nacht mit tausend kleinen Sternen verwendet, um Gottes wachsames Auge über die Welt zu symbolisieren. Die Sterne werden als Ausdruck von Gottes Güte und Fürsorge interpretiert, und es wird betont, dass dort, wo Gottes Auge wacht, der Feind verschwinden muss. Dies unterstreicht die Idee, dass Gott eine schützende Kraft ist, die das Böse fernhält. Die letzte Strophe richtet sich direkt an den Menschen und ermutigt ihn, Mut zu fassen und sich nicht in der Dunkelheit zu verlieren. Die Lichter am Himmel, die Sterne, werden als tröstliche Funken beschrieben, die den Menschen Hoffnung und Trost spenden sollen. Das Gedicht endet mit der Botschaft, dass die göttliche Liebe und das Licht immer präsent sind, um den Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen und zu trösten.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Du schließest mit Erbarmen
- Anapher
- O lieber Gott, so mild und lind
- Apostrophe
- O lieber Gott, so mild und lind
- Bildsprache
- Mit tausend kleinen Sternen
- Hyperbel
- Mit tausend kleinen Sternen
- Imperativ
- Drum fasse Mut, du Menschenkind
- Kontrast
- Verlier dich nicht im Dunkeln
- Metapher
- In deine Vaterarmen
- Personifikation
- Und wo dein freundlich Auge wacht
- Trotz
- Muß sich der Feind entfernen