Nun sei mir heimlich zart und lieb
1852Nun sei mir heimlich zart und lieb; Setz deinen Fuß auf meinen nun! Mir sagt es: ich verließ die Welt, Um ganz allein auf dir zu ruhn;
Und dir: o ließe mich die Welt, Und könnt ich friedlich und allein, Wie deines leichten Fußes jetzt, So deines Lebens Träger sein!
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Interpretation
Das Gedicht "Nun sei mir heimlich zart und lieb" von Theodor Storm ist ein tief empfundenes Liebesgedicht, das die Intensität und Sehnsucht der Liebe zum Ausdruck bringt. Der Sprecher bittet seine Geliebte, zärtlich und liebevoll zu sein, und lädt sie ein, ihren Fuß auf seinen zu setzen. Diese Geste symbolisiert eine enge Verbundenheit und das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit. Im zweiten Teil des Gedichts offenbart der Sprecher seine Bereitschaft, die Welt zu verlassen, um ganz allein auf seiner Geliebten zu ruhen. Dies verdeutlicht die tiefe Verbundenheit und die Priorität, die er der Liebe gegenüber anderen Dingen einräumt. Gleichzeitig drückt er den Wunsch aus, dass seine Geliebte die Welt hinter sich lassen und friedlich und allein mit ihm sein könnte. Dieser Wunsch nach Exklusivität und Intimität unterstreicht die Intensität der Gefühle des Sprechers. Das Gedicht endet mit der Vorstellung, dass der Sprecher gerne der Träger des Lebens seiner Geliebten sein möchte, ähnlich wie ihr leichter Fuß derzeit ist. Dies verdeutlicht den Wunsch des Sprechers, für seine Geliebte da zu sein, sie zu unterstützen und ihr Leben zu bereichern. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe und leidenschaftliche Liebe, die nach Nähe, Exklusivität und gegenseitiger Unterstützung strebt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- So deines Lebens Träger sein
- Personifikation
- Mir sagt es: ich verließ die Welt