Novemberlied
1749Dem Schützen, doch dem alten nicht, zu dem die Sonne flieht, der uns ihr fernes Angesicht mit Wolken überzieht;
dem Knaben sei dies Lied geweiht, der zwischen Rosen spielt, uns höret und zur rechten Zeit nach schönen Herzen zielt.
Durch ihn hat uns des Winters Nacht, so häßlich sonst und rauh, gar manchen werten Freund gebracht und manche liebe Frau.
Von nun an soll sein schönes Bild am Sternenhimmel stehn, und er soll ewig hold und mild uns auf- und untergehn.
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Interpretation
Das Gedicht "Novemberlied" von Johann Wolfgang von Goethe handelt von der Übergangszeit zwischen Herbst und Winter, symbolisiert durch den Schützen, der als Bogenschütze oder Jäger interpretiert werden kann. Der November wird als eine Zeit der Veränderung und des Übergangs dargestellt, in der die Sonne sich zurückzieht und die Natur sich auf den Winter vorbereitet. Das Gedicht richtet sich an einen jungen, unerfahrenen Menschen, der zwischen den Rosen spielt und nach schönen Herzen zielt. Der November wird als eine Zeit der Hoffnung und der Möglichkeiten dargestellt, in der man neue Freunde und Liebespartner finden kann. Der Dichter wünscht dem jungen Menschen Glück und Erfolg in seiner Suche nach Liebe und Freundschaft. Das Gedicht endet mit der Vorstellung, dass der Schütze als Sternbild am Himmel erscheint und ewig über uns wacht. Der November wird als eine Zeit der Erneuerung und der Hoffnung dargestellt, in der man sich auf die Zukunft freuen kann. Das Gedicht vermittelt eine positive und optimistische Stimmung und ermutigt den Leser, sich auf die kommenden Monate zu freuen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- er soll ewig hold und mild uns auf- und untergehn
- Personifikation
- der uns ihr fernes Angesicht mit Wolken überzieht