Noch einmal

Felix Dörmann

unbekannt

Noch einmal, eh′ die große Nacht Erdrückend mich umfängt, Hat eines Auges Sonnenpracht Mir einen Blick geschenkt.

Es traf ein lichter Funkenstrahl Mein Dornendiadem, Ich möchte gern ein letztesmal Noch beten! - doch zu wem?

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Noch einmal
↓ Bild in Originalgröße herunterladen

Interpretation

Das Gedicht "Noch einmal" von Felix Dörmann handelt von der Sehnsucht nach einem letzten Blick auf die Schönheit und Helligkeit des Lebens, bevor die Dunkelheit des Todes eintritt. Der Sprecher sehnt sich danach, noch einmal die Pracht eines Auges zu sehen, das ihm einen Blick auf die Sonne schenkt. Dieses Auge symbolisiert möglicherweise die Liebe oder eine besondere Person, die dem Sprecher Trost und Hoffnung gibt. Der zweite Vers beschreibt, wie ein lichter Funkenstrahl das "Dornendiadem" des Sprechers trifft. Das Dornendiadem könnte als Metapher für die Schmerzen und Leiden des Lebens stehen. Der Funkenstrahl bringt einen Moment der Erleichterung und des Lichts inmitten des Leidens. Der Sprecher möchte noch einmal beten, aber er ist unsicher, zu wem er beten soll. Dies könnte darauf hindeuten, dass er seinen Glauben verloren hat oder sich von Gott verlassen fühlt. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung und thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens sowie die Sehnsucht nach einem letzten Moment der Schönheit und des Lichts. Der Sprecher scheint sich in einer dunklen und bedrückenden Situation zu befinden, die durch die Metapher der "großen Nacht" dargestellt wird. Trotzdem gibt es einen Funken Hoffnung in Form des Auges und des Funkenstrahls, der dem Sprecher einen kurzen Moment des Trostes und der Erleichterung schenkt.

Schlüsselwörter

einmal große nacht erdrückend umfängt auges sonnenpracht blick

Wortwolke

Wortwolke zu Noch einmal

Stilmittel

bildsprache
lichter Funkenstrahl
metapher
Dornendiadem
personifikation
die große Nacht... umfängt
rhetorische frage
doch zu wem?