Noch einmal!

Theodor Storm

1847

Noch einmal fällt in meinen Schoß Die rote Rose Leidenschaft; Noch einmal hab ich schwärmerisch In Mädchenaugen mich vergafft; Noch einmal legt ein junges Herz An meines seinen starken Schlag; Noch einmal weht an meine Stirn Ein juniheißer Sommertag.

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Interpretation

Das Gedicht "Noch einmal!" von Theodor Storm beschreibt die Wiederkehr jugendlicher Leidenschaft und Liebe im Alter des lyrischen Ichs. Die "rote Rose Leidenschaft" symbolisiert die intensive, romantische Liebe, die dem Sprecher erneut ins "Schoß" fällt. Die "Mädchenaugen" und der "junge Herzen" Schlag stehen für die Anziehungskraft und die erneute Erfahrung von Verliebtheit. Das lyrische Ich erlebt eine Art Wiedergeburt seiner Jugendgefühle. Es verliert sich erneut in der Bewunderung junger Frauen und spürt die Aufregung und das starke Herzklopfen der ersten Liebe. Die Metapher des "juniheißen Sommertages" an der Stirn symbolisiert die Wärme, die Helligkeit und die Lebensfreude, die diese Gefühle dem Sprecher zurückbringen. Es ist eine Rückkehr zu einer Zeit voller Hoffnung, Schönheit und unbeschwerter Emotionen. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der nostalgischen Sehnsucht und der Freude über die Wiederkehr vergangener Gefühle. Es suggeriert, dass die Intensität der ersten Liebe und Leidenschaft auch im späteren Leben noch einmal erlebbar ist. Die Wiederholung des Wortes "Noch einmal" unterstreicht die Einmaligkeit und den Wert dieses erneuten Erlebens. Das Gedicht feiert die zeitlose Natur der Liebe und die Möglichkeit, sich auch im Alter noch einmal ganz neu zu verlieben und zu begeistern.

Schlüsselwörter

einmal fällt schoß rote rose leidenschaft hab schwärmerisch

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Stilmittel

Alliteration
schwärmerisch
Bildsprache
Noch einmal hab ich schwärmerisch In Mädchenaugen mich vergafft
Hyperbel
Noch einmal legt ein junges Herz An meines seinen starken Schlag
Metapher
Die rote Rose Leidenschaft
Personifikation
Noch einmal weht an meine Stirn Ein juniheißer Sommertag