Nichts ist ihm selber

Angelus Silesius

1624

Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr, Du auch bist anderen geschaffen und nicht dir.

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Interpretation

Das Gedicht "Nichts ist ihm selber" von Angelus Silesius verdeutlicht die Vergänglichkeit und den Mangel an Selbstbezogenheit in der Natur. Es betont, dass Regen und Sonne nicht für sich selbst existieren, sondern für andere Zwecke und Wesen bestimmt sind. Diese Metapher wird auf den Menschen übertragen, der ebenfalls nicht für sich selbst geschaffen ist, sondern für andere. Das Gedicht vermittelt eine tiefere philosophische Botschaft über die Bedeutungslosigkeit des Individuums im großen Ganzen. Es fordert den Leser auf, sich bewusst zu machen, dass sein Dasein nicht selbstzweckhaft ist, sondern einen höheren Sinn hat, der über das persönliche Wohl hinausgeht. Dies kann als Aufruf zur Selbstlosigkeit und zum Dienst an anderen interpretiert werden. Abschließend lässt sich sagen, dass das Gedicht eine existenzielle Reflexion über den Platz des Menschen in der Welt darstellt. Es regt zum Nachdenken über die eigenen Motive und die Ausrichtung des Lebens an und ermutigt dazu, sich nicht nur auf das eigene Wohl zu konzentrieren, sondern auch die Bedürfnisse und das Wohl anderer zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

regen fällt sonne scheint anderen geschaffen

Wortwolke

Wortwolke zu Nichts ist ihm selber

Stilmittel

Antithese
Du auch bist anderen geschaffen und nicht dir
Metapher
Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr
Parallelismus
Der Regen fällt nicht ihm, die Sonne scheint nicht ihr
Personifikation
Die Sonne scheint nicht ihr