Nichts gibt größeres Vergnügen...

Karl Wilhelm Ramler

1725

Nichts gibt größeres Vergnügen, als Betrüger zu betrügen.

Dem feindlichen Geschick zum Trutz, mach auch dein Unglück zunutz.

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Interpretation

Das Gedicht "Nichts gibt größeres Vergnügen..." von Karl Wilhelm Ramler handelt von der Freude am Racheakt und der Nutzbarmachung von Unglück. Das Gedicht beginnt mit der Aussage, dass es nichts Größeres Vergnügen gibt, als einen Betrüger selbst zu betrügen. Dies impliziert, dass der Sprecher eine gewisse Genugtuung daraus zieht, jemandem, der ihn oder andere zuvor betrogen hat, einen Streich zu spielen oder ihn auf ähnliche Weise zu hintergehen. Der zweite Teil des Gedichts spricht davon, dem feindlichen Geschick zum Trotz auch das eigene Unglück zu nutzen. Hier wird deutlich, dass der Sprecher nicht nur Rache an anderen üben möchte, sondern auch bereit ist, aus eigener Not oder Misere einen Vorteil zu ziehen. Das Unglück soll also nicht als Last empfunden werden, sondern als Chance, um sich selbst zu stärken oder zu verbessern. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine gewisse Zynismus und den Glauben daran, dass man sich durch List und Tücke in einer ungerechten Welt behaupten kann. Es spiegelt eine Weltsicht wider, in der jeder gegen jeden kämpft und in der es als legitim gilt, sich selbst durch List und Täuschung Vorteile zu verschaffen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Antithese
Nichts gibt größeres Vergnügen, als Betrüger zu betrügen.
Chiasmus
Nichts gibt größeres Vergnügen, als Betrüger zu betrügen.
Metapher
Dem feindlichen Geschick zum Trutz