Neue Fülle

Stefan Zweig

1933

O welch Glühn in fremde Hülle,  Da mein Mund an deinem hing!  Doch schon fühlt ich neue Fülle,  Als ich heimwärts von dir ging. Und so schenkt ich mich der Ferne,  All die Sehnsucht sank in sie,  Und mein Herz und Nacht und Sterne  Rauschten gleiche Melodie.

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Interpretation

Das Gedicht "Neue Fülle" von Stefan Zweig beschreibt eine intensive emotionale Erfahrung der Liebe und Sehnsucht. Der erste Vers setzt den Ton mit einem leidenschaftlichen Kuss, der als "Glühn in fremde Hülle" beschrieben wird, was auf eine tiefe und transformative Erfahrung hindeutet. Die Verwendung des Wortes "fremde" könnte auf die unbekannte oder neue Natur der empfundenen Emotionen hinweisen. Im zweiten Vers wird die "neue Fülle" erwähnt, die der Sprecher beim Gehen nach Hause empfindet. Dies deutet darauf hin, dass die Erfahrung mit der geliebten Person einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und eine Art von Zufriedenheit oder Erfüllung mit sich bringt, die über den Moment des Kusses hinausgeht. Die letzten beiden Verse erweitern die emotionale Landschaft, indem sie die Sehnsucht in die Ferne schicken und das Herz, die Nacht und die Sterne in eine harmonische Melodie einbinden. Dies könnte als eine Art von Universalität der Liebe interpretiert werden, bei der die persönliche Erfahrung des Sprechers mit dem Kosmischen und Ewigen verschmilzt. Die "gleiche Melodie" suggeriert eine Einheit und Harmonie zwischen dem inneren Erleben des Sprechers und der äußeren Welt, was die tiefe Verbindung und Resonanz der erlebten Liebe unterstreicht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Doch schon fühlt ich neue Fülle
Metapher
O welch Glühn in fremde Hülle
Personifikation
Und mein Herz und Nacht und Sterne Rauschten gleiche Melodie