Nemi

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

Suchest du schattiges Grün, so lockt dich der Hain der Diana, Willst du dich kühlen, so lockt hier dich zum Bade der See. Suchst du Weisheit, Egeria lehrt! Am Ruder des Staates Saß sie mit Numa, und jetzt treibt sie die Mühle des Dorfs.

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Illustration zu Nemi

Interpretation

Das Gedicht "Nemi" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt die Anziehungskraft und Vielfalt des Ortes Nemi in Italien. Der Hain der Diana lockt mit seinem schattigen Grün, der See lädt zum Baden ein und Egeria, die weise Nymphe, vermittelt Weisheit. Waiblinger verwebt mythologische Elemente mit der gegenwärtigen Realität des Dorfes. Das Gedicht vermittelt eine harmonische Verbindung von Natur, Mythologie und Alltag. Die mythischen Gestalten Diana, Egeria und Numa werden mit den konkreten Orten Hain, See und Mühle in Verbindung gebracht. Diese Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart, von Mythos und Realität, verleiht dem Gedicht eine zeitlose und universelle Anziehungskraft. Waiblinger schafft es, die Schönheit und den Zauber Nemis in wenigen Versen einzufangen. Die klare Struktur und die prägnanten Bilder lassen den Leser die Atmosphäre des Ortes unmittelbar erfahren. Das Gedicht ist ein gelungenes Beispiel für die romantische Naturlyrik, die das Besondere im Alltäglichen zu finden sucht.

Schlüsselwörter

lockt suchest schattiges grün hain diana willst kühlen

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Stilmittel

Anspielung
der Hain der Diana, Egeria, Numa
Kontrast
Am Ruder des Staates... jetzt treibt sie die Mühle des Dorfs
Parallelismus
Suchest du schattiges Grün, so lockt dich der Hain der Diana, Willst du dich kühlen, so lockt hier dich zum Bade der See. Suchst du Weisheit, Egeria lehrt!
Personifikation
Egeria lehrt