Nebel
1802Du, trüber Nebel, hüllest mir Das Tal mit seinem Fluß, Den Berg mit seinem Waldrevier Und jeden Sonnengruß.
Nimm fort in deine graue Nacht Die Erde weit und breit! Nimm fort, was mich so traurig macht, Auch die Vergangenheit!
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Nebel" von Nikolaus Lenau beschreibt eine Landschaft, die vom Nebel umhüllt wird. Der Nebel verhüllt das Tal mit seinem Fluss, den Berg mit seinem Wald und nimmt sogar die Sonnenstrahlen. Der Sprecher wünscht sich, dass der Nebel die ganze Erde und auch die Vergangenheit in seine graue Nacht nimmt, da diese Dinge ihn traurig machen. Das Gedicht drückt eine Sehnsucht nach Vergessen und Erlösung aus. Der Nebel wird als Symbol für eine Art Schleier des Vergessens gesehen, der die schmerzhaften Erinnerungen und die triste Realität verhüllt. Der Sprecher sehnt sich danach, dass der Nebel alles nimmt, was ihn traurig macht, einschließlich der Vergangenheit. Das Gedicht hat eine melancholische Stimmung und vermittelt ein Gefühl der Verzweiflung und des Verlangens nach Erlösung. Der Nebel wird als eine Art Zuflucht vor der schmerzhaften Realität und den schmerzhaften Erinnerungen dargestellt. Das Gedicht kann als Ausdruck von Melancholie und Sehnsucht nach Vergessen und Erlösung interpretiert werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Du, trüber Nebel, hüllest mir
- Hyperbel
- Nimm fort, was mich so traurig macht, auch die Vergangenheit
- Metapher
- graue Nacht
- Personifikation
- Nimm fort in deine graue Nacht die Erde weit und breit
- Symbolik
- Nebel als Symbol für Traurigkeit und Vergänglichkeit