Nachweh
unknownWeißt du noch als ich krank lag, so Gott verlassen - da kamst du, es war am Herbsttag, der Wind wehte krank durch die Gassen.
Zwei kalte Totenaugen hätten mich nicht so gequält, wie deine Saphiraugen, die beiden brennenden Märchen.
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Interpretation
Das Gedicht "Nachweh" von Else Lasker-Schüler handelt von einer kranken Person, die sich von Gott verlassen fühlt. In dieser schweren Zeit kommt jemand zu ihr, was als tröstlicher Moment dargestellt wird. Das Gedicht beschreibt die Jahreszeit als Herbsttag, an dem der Wind krank durch die Straßen weht, was die Stimmung der Krankheit und Verlassenheit verstärkt. Die Augen der Person, die zu der Kranken gekommen ist, werden als "Saphiraugen" beschrieben, was auf eine blaue Farbe hinweist. Diese Augen quälen die Kranke jedoch mehr als zwei kalte Totenaugen es getan hätten. Die "brennenden Märchen" in den Augen deuten auf eine Intensität und möglicherweise auf eine traumatische oder schmerzhafte Erfahrung hin, die die Kranke durch die Anwesenheit dieser Person erlebt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von Krankheit, Einsamkeit und emotionaler Belastung. Die Ankunft der Person mit den "Saphiraugen" bringt keine Erleichterung, sondern verstärkt das Gefühl der Qual und des Leidens. Das Gedicht lässt den Leser über die Natur der Beziehung zwischen der Kranken und der Person mit den "brennenden Märchen" in den Augen nachdenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Weißt du noch als ich krank lag, so Gott verlassen - da kamst du,
- Metapher
- die beiden brennenden Märchen
- Personifikation
- der Wind wehte krank durch die Gassen
- Vergleich
- Zwei kalte Totenaugen hätten mich nicht so gequält, wie deine Saphiraugen