Nachts
1890Ich bin erwacht in weißer Nacht, Der weiße Mond, der weiße Schnee, Und habe sacht an dich gedacht, Du Höllenkind, du Himmelsfee.
In welchem Traum, in welchem Raum, Schwebst du wohl jetzt, du Herzliche, Und führst im Zaum am Erdensaum Die Seele, ach, die schmerzliche -?
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Interpretation
Das Gedicht "Nachts" von Klabund beschreibt eine nächtliche Traumwelt, in der sich der lyrische Ich befindet. Die weiße Nacht, der Mond und der Schnee schaffen eine traumhafte Atmosphäre. Das lyrische Ich denkt an eine Person, die als "Höllenkind" und "Himmelsfee" beschrieben wird. Diese Person wird als "Herzliche" bezeichnet und scheint eine wichtige Rolle im Leben des lyrischen Ichs zu spielen. Das Gedicht erkundet die Frage, wo sich diese Person gerade befindet und was sie tut. Es wird angedeutet, dass sie die Seele des lyrischen Ichs in einem traumhaften Raum am Rande der Erde lenkt. Die Seele wird als "schmerzlich" beschrieben, was darauf hindeutet, dass sie von emotionalen Schmerzen geplagt ist. Das Gedicht endet mit einer Frage, die die Sehnsucht und das Verlangen des lyrischen Ichs nach der Person zum Ausdruck bringt. Die Verwendung von weißen Farben wie "weiße Nacht", "weißer Mond" und "weißer Schnee" verstärkt die traumhafte und mystische Stimmung des Gedichts. Die Person wird als "Höllenkind" und "Himmelsfee" beschrieben, was auf ihre vielschichtige Natur hinweist. Sie scheint sowohl dunkle als auch helle Aspekte zu haben. Das Gedicht vermittelt eine starke emotionale Verbindung zwischen dem lyrischen Ich und der Person, die als "Herzliche" bezeichnet wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Der weiße Mond, der weiße Schnee
- Metapher
- Höllenkind, du Himmelsfee
- Personifikation
- Die Seele, ach, die schmerzliche
- Rhetorische Frage
- In welchem Traum, in welchem Raum, Schwebst du wohl jetzt, du Herzliche