Nachts
1826Ich wandre durch die stille Nacht, Da schleicht der Mond so heimlich sacht Oft aus der dunklen Wolkenhülle, Und hin und her im Tal Erwacht die Nachtigall, Dann wieder alles grau und stille.
O wunderbarer Nachtgesang: Von fern im Land der Ströme Gang, Leis Schauern in den dunklen Bäumen - Wirrst die Gedanken mir, Mein irres Singen hier Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.
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Interpretation
Das Gedicht "Nachts" von Joseph von Eichendorff beschreibt die Atmosphäre einer stillen Sommernacht. Der lyrische Ich wandert durch die Nacht und beobachtet den Mond, der sich aus den dunklen Wolken schält. Im Tal erwacht die Nachtigall und singt, doch dann kehrt wieder Stille ein. Der Gesang der Nachtigall und das Rauschen in den Bäumen versetzen den Dichter in eine nachdenkliche Stimmung. Der nächtliche Gesang der Nachtigall und das Rauschen in den Bäumen wecken im lyrischen Ich ein Gefühl von Staunen und Sehnsucht. Der Gesang scheint aus weiter Ferne zu kommen, vom "Land der Ströme". Er verwirrt die Gedanken des Dichters und versetzt ihn in einen traumartigen Zustand. Sein eigenes Singen erscheint ihm nur wie ein Rufen aus Träumen. Das Gedicht vermittelt eine romantische Stimmung der Nacht und der Natur. Die nächtliche Stille und der Gesang der Nachtigall versetzen den Dichter in eine nachdenkliche, fast mystische Stimmung. Die Natur erscheint wie ein Spiegel seiner eigenen Gefühle und Gedanken. Das Gedicht thematisiert die Sehnsucht nach Harmonie und Einheit mit der Natur, die für die Romantik so typisch ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- O wunderbarer Nachtgesang
- Metapher
- aus der dunklen Wolkenhülle
- Personifikation
- da schleicht der Mond so heimlich sacht
- Vergleich
- Ist wie ein Rufen nur aus Träumen