Nachts

Georg Trakl

1913

Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht. Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelte des Freundes Umnachtung.

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Illustration zu Nachts

Interpretation

Das Gedicht "Nachts" von Georg Trakl handelt von einer tiefen emotionalen Veränderung, die in der Nacht stattfindet. Die Bläue der Augen, ein Symbol für Klarheit und Leben, ist erloschen, was auf einen Verlust oder eine Enttäuschung hindeutet. Das rote Gold des Herzens, das für Leidenschaft und Liebe steht, wird ebenfalls erwähnt, was auf eine emotionale Leere oder einen Verlust der Liebe hinweisen könnte. Das Licht, das einst brannte, ist nun still, was auf eine tiefe Traurigkeit oder Verzweiflung hindeutet. Die zweite Strophe bringt eine Person ins Spiel, die den "Sinkenden" in einem blauen Mantel umfängt. Dies könnte auf eine tröstende oder schützende Figur hindeuten, die in der Not zur Seite steht. Der rote Mund, der die "Umnachtung des Freundes" besiegeln soll, könnte auf eine Art von Trost oder Erlösung hindeuten, die durch einen Kuss oder eine ähnliche Geste ausgedrückt wird. Die Farben Blau und Rot, die im Gedicht wiederholt auftauchen, könnten als Symbole für die emotionalen Zustände der Figuren stehen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der Dunkelheit, des Verlusts und der Trauer, aber auch der Hoffnung und des Trostes. Die Nacht, die als Kulisse dient, verstärkt die emotionale Intensität des Gedichts und lässt den Leser in die tiefe, introspektive Welt des lyrischen Ichs eintauchen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, das rote Gold meines Herzens
Personifikation
O! wie stille brannte das Licht
Symbolik
Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelte des Freundes Umnachtung