Nachtmusik
unknownLaub kam von den Bäumen Meine Schulter betupfen, Nicht du. Schaum kam ans Ufer Und wollte mein Schuhband zupfen, Nicht du. Sonne von gestern kam aus den Rosen, In meinen Augen zu wohnen, Nicht du. Sternschnuppen hängen, wehende Schleifen, Aus der Vergängnis Erntekronen, Auch du.
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Interpretation
Das Gedicht "Nachtmusik" von Oskar Loerke beschreibt eine nächtliche Szenerie, in der der Sprecher von verschiedenen Elementen der Natur umgeben ist. Die Natur scheint jedoch nicht auf den Sprecher zu reagieren, sondern bleibt gleichgültig. Die Blätter, der Schaum und die Sonne von gestern kommen und gehen, ohne auf den Sprecher zu achten. Die Wiederholung des Satzes "Nicht du" unterstreicht diese Gleichgültigkeit der Natur. Der Sprecher fühlt sich einsam und von der Natur vernachlässigt. Die Natur scheint ihn nicht zu beachten und ihn in seiner Einsamkeit zu lassen. Die Blätter, die Schaum und die Sonne von gestern kommen und gehen, ohne auf den Sprecher zu achten. Die Wiederholung des Satzes "Nicht du" unterstreicht diese Gleichgültigkeit der Natur. Im letzten Vers ändert sich die Stimmung des Gedichts. Die Sternschnuppen kommen und hängen wie wehende Schleifen am Himmel. Sie scheinen die Krone der Vergänglichkeit zu sein und bringen eine gewisse Schönheit und Magie in die Nacht. Der Sprecher scheint diese Schönheit zu erkennen und zu schätzen, auch wenn er sich von der Natur vernachlässigt fühlt. Die Sternschnuppen bringen eine gewisse Hoffnung und Trost in die Einsamkeit des Sprechers.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Sonne von gestern kam aus den Rosen / In meinen Augen zu wohnen, / Nicht du
- Kontrast
- Nicht du / Auch du
- Metapher
- Aus der Vergängnis Erntekronen
- Personifikation
- Sonne von gestern kam aus den Rosen / In meinen Augen zu wohnen
- Wiederholung
- Nicht du