Nachtlied

Julius Mosen

1803

Dürft´ich mit dir dort oben geh´n, Du träumerischer Mond. Ich könnte wohl hinüberseh´n, Wo die Geliebte wohnt.

Zu glücklich ist die Nachtigall, Die in dem Lindenbaum Vor ihrem Haus mit süßem Schall Durchklinget ihren Traum.

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Illustration zu Nachtlied

Interpretation

Das Gedicht "Nachtlied" von Julius Mosen beschreibt die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach seiner Geliebten. Der Mond wird als träumerischer Begleiter angesprochen, mit dem der Sprecher gerne den nächtlichen Himmel erkunden würde. Die Vorstellung, hinübersehen zu können, wo die Geliebte wohnt, verdeutlicht die tiefe Sehnsucht und das Verlangen nach Nähe. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Nachtigall als Symbol für unbeschwerte Liebe und Glück dargestellt. Die Nachtigall singt vor dem Haus der Geliebten und durchklinget ihren Traum mit süßem Schall. Dies verdeutlicht die Sehnsucht des lyrischen Ichs, selbst in der Nähe seiner Geliebten sein und ihr seine Liebe durch Gesang oder andere Gesten zeigen zu können. Das Gedicht vermittelt eine romantische Stimmung und betont die Bedeutung von Liebe und Sehnsucht in der Nacht. Der Mond und die Nachtigall dienen als Symbole für die Schönheit und Intimität der nächtlichen Stunden. Die Verwendung von Naturbildern und der Fokus auf die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach seiner Geliebten verleihen dem Gedicht eine emotionale Tiefe und eine universelle Thematik der Liebe und Sehnsucht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Apostrophe
Dürft´ich mit dir dort oben geh´n, Du träumerischer Mond.
Bildsprache
Die in dem Lindenbaum Vor ihrem Haus mit süßem Schall Durchklinget ihren Traum
Hyperbel
Zu glücklich ist die Nachtigall
Metapher
Wo die Geliebte wohnt
Personifikation
Du träumerischer Mond