Nacht
1813Wieder eine Nacht herabgestiegen Auf das alte ew′ge Erdenrund, Wieder eine Finsternis geworden In dem qualmerfüllten Kerkerschlund
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Interpretation
Das Gedicht "Nacht" von Karl Georg Büchner thematisiert die allgegenwärtige und bedrückende Dunkelheit, die die Welt umhüllt. Die Nacht wird als eine wiederkehrende Erscheinung dargestellt, die auf die "ewige Erdenrund" herabsteigt. Dies vermittelt einen Eindruck von Unausweichlichkeit und Ewigkeit, der die menschliche Existenz umgibt. In den folgenden Zeilen wird die Nacht als "Finsternis" beschrieben, die sich in den "qualmerfüllten Kerkerschlund" verwandelt. Hier wird die Dunkelheit mit einem Gefängnis assoziiert, was auf eine bedrückende und einschränkende Atmosphäre hindeutet. Der "Kerkerschlund" kann als Metapher für die menschliche Existenz verstanden werden, die von Leid und Qual geprägt ist. Die Verwendung des Wortes "qualmerfüllt" verstärkt das Gefühl von Schmerz und Qual, das mit der Nacht einhergeht. Es deutet darauf hin, dass die Dunkelheit nicht nur physisch, sondern auch psychisch belastend ist. Die Nacht wird somit als eine Zeit der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit dargestellt, in der der Mensch von seinen Ängsten und Sorgen umgeben ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- qualmerfüllter Kerkerschlund
- Metapher
- Nacht als Finsternis
- Personifikation
- Nacht herabgestiegen