Nachahmung dieser Ode
1771Jüngling, lebst du nicht in Freuden, Jüngling, o, so haß′ ich dich! Alter, lebst du nicht in Freuden, Alter, o so haß′ ich dich!
Jüngling, trauerst du in Jahren, Wo die Pflicht sich freuen heißt? – Schäme dich! so frisch an Haaren, Jüngling, und so schwach an Geist!
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Interpretation
Das Gedicht "Nachahmung dieser Ode" von Gotthold Ephraim Lessing thematisiert die Kritik an jungen und alten Menschen, die nicht in Freude leben. Der Sprecher des Gedichts drückt seinen Hass auf beide Gruppen aus, wenn sie nicht die Freuden des Lebens genießen. Er fordert die Jugend auf, sich nicht in Trauer zu verlieren, sondern die Pflichten des Lebens mit Freude zu erfüllen. Gleichzeitig kritisiert er die Jugend für ihre Schwäche des Geistes, obwohl sie noch frisch an Haaren ist. Der Sprecher des Gedichts scheint eine klare Vorstellung davon zu haben, wie das Leben gelebt werden sollte. Er betont die Bedeutung von Freude und Genuss im Leben, unabhängig vom Alter. Für ihn ist es inakzeptabel, dass junge Menschen in Trauer verharren und ihre Pflichten nicht mit Freude erfüllen. Er sieht dies als Schwäche des Geistes an und fordert sie auf, sich zu schämen. Das Gedicht vermittelt auch eine gewisse Dringlichkeit. Der Sprecher scheint ungeduldig zu sein und fordert die jungen Menschen auf, ihr Leben zu ändern und die Freuden des Lebens zu genießen. Er betont, dass das Leben zu kurz ist, um in Trauer zu verharren, und dass man die Zeit nutzen sollte, um glücklich zu sein. Das Gedicht ist eine Aufforderung, das Leben in vollen Zügen zu genießen und die Freuden des Lebens zu schätzen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Jüngling, lebst du nicht in Freuden, Jüngling, o, so haß′ ich dich! Alter, lebst du nicht in Freuden, Alter, o so haß′ ich dich!
- Kontrast
- Jüngling, trauerst du in Jahren, Wo die Pflicht sich freuen heißt? – Schäme dich! so frisch an Haaren, Jüngling, und so schwach an Geist!