Nach der ersten Vertreibung der Berliner Volksvertreter
unknownDas Schauspiel ist zu Ende - Der Henker hat sein Theil; Das Haupt Maria Stuart′s Fiel unter seinem Beil!
»Elisabeth von England, Nur sie ist souverain; Wer nach der Krone tastet, Muß schmählich untergehn!«
»Elisabeth von England Hat ihre Gewalt von Gott, Und wer sie ihr bestreitet, Der stirbt auf dem Schaffot!«
So hat man dir gerathen, Rathlose Königin!
Der Zeiten Abscheu hin!
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Interpretation
Das Gedicht "Nach der ersten Vertreibung der Berliner Volksvertreter" von Louise Franziska Aston thematisiert die politische Situation in Berlin nach der Vertreibung der Volksvertreter. Es verwendet die historische Allegorie der Hinrichtung Maria Stuart durch Elisabeth I. von England, um Parallelen zur aktuellen politischen Lage zu ziehen. Das Gedicht beginnt mit der Aussage, dass das Schauspiel zu Ende ist und der Henker seinen Teil bekommen hat, was auf die gewaltsame Unterdrückung der Volksvertreter hindeutet. Die folgenden Zeilen zitieren Elisabeth von England, die ihre Souveränität und göttliche Autorität betont. Sie warnt davor, dass jeder, der nach der Krone greift, ein schmähliches Ende finden wird. Dies wird als Warnung an diejenigen interpretiert, die die Macht der Herrschenden in Frage stellen. Die Wiederholung dieser Aussage unterstreicht die Entschlossenheit der Herrschenden, ihre Macht zu bewahren. Das Gedicht endet mit einer Anklage gegen die "ratlose Königin", die sich von solchen Ratschlägen leiten lässt. Die Zeile "Der Zeiten Abscheu hin!" drückt die Verachtung des Dichters für die aktuelle politische Situation aus und ruft dazu auf, sich von der Angst und Unterdrückung zu befreien. Insgesamt ist das Gedicht eine scharfe Kritik an der politischen Unterdrückung und ein Aufruf zur Freiheit und Selbstbestimmung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- »Elisabeth von England, Nur sie ist souverain; Wer nach der Krone tastet, Muß schmählich untergehn!« und »Elisabeth von England Hat ihre Gewalt von Gott, Und wer sie ihr bestreitet, Der stirbt auf dem Schaffot!«
- Metapher
- Das Schauspiel ist zu Ende
- Personifikation
- Der Zeiten Abscheu hin!