Mutter
1843Der schönste Nam’ im Erdenrund, Das schönste Wort im Menschenmund Ist: Mutter! Ja, keines ist so tief und weich, So ungelehrt, gedankenreich Als: Mutter! Und hat es wohl die große Macht, Weil es von Kinderlippen lacht: O Mutter! Weil es aus Kinderaugen winkt, Weil es in Kinderherzen singt: Die Mutter! Ja, wem auch dieses Wort erklang, Hat hohe Würde lebenslang Als Mutter! Und die’s besessen und entbehrt, Der ist das Erdenglück verwehrt Der Mutter!
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Interpretation
Das Gedicht "Mutter" von Carmen Sylva preist die tiefe Bedeutung und Schönheit des Wortes "Mutter". Es wird als der schönste Name auf Erden und das schönste Wort in menschlichen Mündern bezeichnet. Das Gedicht betont die Einzigartigkeit dieses Wortes, das sowohl tiefgründig als auch einfach, ungelehrter als auch gedankenreich ist. Die zweite Strophe erklärt die große Macht des Wortes "Mutter", weil es von Kinderlippen ausgesprochen wird und aus Kinderaugen und -herzen kommt. Es ist ein Wort, das mit kindlicher Unschuld und Liebe verbunden ist. Das Gedicht unterstreicht, dass jeder, der dieses Wort gehört hat, lebenslang die hohe Würde einer Mutter trägt. Die letzte Strophe verdeutlicht die Tragik derer, die das Wort "Mutter" nie gehört haben oder die Mutter verloren haben. Für sie ist das Glück auf Erden verwehrt. Das Gedicht schließt mit einem Appell an diejenigen, die das Wort "Mutter" hören können, dieses Geschenk nicht als selbstverständlich zu betrachten, sondern es als kostbar und wertvoll zu erkennen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- gedankenreich
- Anapher
- Der schönste Nam' im Erdenrund, Das schönste Wort im Menschenmund Ist: Mutter!
- Hyperbel
- Der schönste Nam' im Erdenrund
- Metapher
- Weil es von Kinderlippen lacht
- Personifikation
- Weil es aus Kinderaugen winkt, Weil es in Kinderherzen singt
- Vergleich
- So ungelehrt, gedankenreich