Mülerad
1788Dört hoch auf jenem berge da get ein mülerad, Das malet nichts denn liebe die nacht biß an den tag; die müle ist zerbrochen, die liebe hat ein end, so gsegen dich got, mein feines lieb! iez fahr ich ins ellend.
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Interpretation
Das Gedicht "Müllerad" von Unbekannt handelt von der unerfüllten Liebe und dem damit verbundenen Leid. Es beschreibt einen Müller, der auf einem Berg ein Müllerad betreibt. Das Rad symbolisiert die Liebe, die sich dreht und dreht, aber letztlich zu nichts führt. Die Nacht, die bis zum Tag anhält, steht für die endlose Sehnsucht und das Warten auf die Erfüllung der Liebe. Doch die Mühle ist zerbrochen, die Liebe hat ein Ende, und der Sprecher verabschiedet sich von seiner feinen Liebe. Er fährt ins Elend, was seine tiefe Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit ausdrückt. Das Gedicht verwendet eine einfache, aber eindringliche Sprache, um die emotionale Intensität der unerfüllten Liebe zu vermitteln. Die Wiederholung des Wortes "liebe" unterstreicht die Bedeutung dieses Themas. Die Metapher des Müllerads als Symbol für die Liebe ist sehr anschaulich und vermittelt das Gefühl des ewigen Wartens und der unerfüllten Sehnsucht. Die letzten Zeilen des Gedichts, in denen der Sprecher sich von seiner Liebe verabschiedet und ins Elend fährt, sind besonders bewegend und verdeutlichen die tiefe Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit des Sprechers. Das Gedicht "Müllerad" ist ein eindringliches Beispiel für die Lyrik des Mittelalters, die oft von unerfüllter Liebe und dem damit verbundenen Leid handelte. Es zeigt die emotionale Intensität und die tiefen Gefühle, die in dieser Zeit von den Dichtern zum Ausdruck gebracht wurden. Das Gedicht ist auch ein Zeugnis der menschlichen Erfahrung, dass Liebe nicht immer erwidert wird und dass unerfüllte Liebe zu großem Leid führen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Dört hoch auf jenem berge
- Anrede
- so gsegen dich got, mein feines lieb!
- Bildlichkeit
- Dört hoch auf jenem berge da get ein mülerad
- Kontrast
- die müle ist zerbrochen, die liebe hat ein end
- Metapher
- Das malet nichts denn liebe
- Personifikation
- die nacht biß an den tag