Morgens
1817Nun gib ein Morgenküßchen! Du hast genug der Ruh; Und setz dein zierlich Füßchen Behende in den Schuh!
Nun schüttle von der Stirne Der Träume blasse Spur! Das goldene Gestirne Erleuchtet längst die Flur.
Die Rosen in deinem Garten Sprangen im Sonnenlicht; Sie können kaum erwarten, Daß deine Hand sie bricht.
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Interpretation
Das Gedicht "Morgens" von Theodor Storm beschreibt eine morgendliche Szene, in der der Sprecher eine Person sanft aus dem Schlaf weckt. Die Stimmung ist liebevoll und zärtlich, was durch die Aufforderung zu einem "Morgenküsschen" und die sanfte Anleitung zum Aufstehen zum Ausdruck kommt. Der Sprecher ermutigt die schlafende Person, sich zu erheben und den neuen Tag zu begrüßen. Die zweite Strophe setzt den Weckprozess fort, indem sie die Person auffordert, die "Träume blasse Spur" von der Stirn zu schütteln. Der Hinweis auf das "goldene Gestirn", das längst die Flur erleuchtet, unterstreicht die Dringlichkeit, den Tag zu beginnen. Die Natur ist bereits wach und aktiv, was einen Kontrast zur noch schlafenden Person bildet. In der dritten Strophe wird die Schönheit des Gartens beschrieben, insbesondere die Rosen, die im Sonnenlicht stehen. Die Rosen scheinen ungeduldig darauf zu warten, von der Hand der Person gepflückt zu werden. Dies könnte als Metapher für die Freuden und Möglichkeiten des Tages dienen, die darauf warten, ergriffen zu werden. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Erwartung und der Bereitschaft, den Tag zu beginnen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Das goldene Gestirne erleuchtet längst die Flur
- Bildsprache
- Die Rosen in deinem Garten sprangen im Sonnenlicht
- Metapher
- Das goldene Gestirne
- Personifikation
- Die Rosen in deinem Garten sprangen im Sonnenlicht