Mondlicht

Theodor Storm

1817

Wie liegt im Mondenlichte Begraben nun die Welt; Wie selig ist der Friede, Der sie umfangen hält!

Die Winde müssen schweigen, So sanft ist dieser Schein; Sie säuseln nur und weben Und schlafen endlich ein.

Und was in Tagesgluten Zur Blüte nicht erwacht, Es öffnet seine Kelche Und duftet in die Nacht.

Wie bin ich solchen Friedens Seit lange nicht gewohnt! Sei du in meinem Leben Der liebevolle Mond!

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Illustration zu Mondlicht

Interpretation

Das Gedicht "Mondlicht" von Theodor Storm beschreibt die friedliche und erhabene Atmosphäre, die durch das Mondlicht entsteht. Es vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit, das die Welt in diesem Licht umgibt. Das Gedicht beginnt mit der Beschreibung, wie die Welt im Mondenlicht begraben liegt. Es herrscht eine selige Stille und ein tiefer Frieden, der alles umfängt. Die Winde müssen schweigen, da das Mondlicht so sanft ist. Sie säuseln nur und weben, bevor sie schließlich einschlafen. Der zweite Teil des Gedichts beschäftigt sich mit den Pflanzen, die sich im Tageslicht nicht entfalten konnten. Unter dem Einfluss des Mondlichts öffnen sie ihre Kelche und verströmen ihren Duft in die Nacht. Es entsteht eine magische Atmosphäre, in der die Natur ihre verborgenen Schätze offenbart. Im letzten Teil des Gedichts reflektiert der Sprecher über den Frieden, den er seit langer Zeit nicht mehr erlebt hat. Er wünscht sich, dass das Mondlicht auch in seinem Leben präsent sein möge, als eine liebevolle und tröstende Präsenz. Das Gedicht endet mit einem Appell an den Mond, der den Sprecher in seinem Leben begleiten soll.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Sei du in meinem Leben Der liebevolle Mond
Personifikation
Die Winde müssen schweigen