Mond überm Schwarzwald
unknownGoldne Sichel des Monds! Dich schwingt der Ewige Schnitter und mäht Halme und Herzen.
Siehe, ich wandre auf steinichter Höhe Über dem wolkigen Wald und neige Willig den Nacken Deinem erlösenden Streich.
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Interpretation
Das Gedicht "Mond überm Schwarzwald" von Klabund beschreibt den Mond als eine goldene Sichel, die von einem ewigen Schnitter geschwungen wird. Der Schnitter mäht sowohl Halme als auch Herzen, was auf die universelle Natur des Mondes und seine Auswirkungen auf die Natur und die Menschen hinweist. Der Mond wird als eine mächtige und beherrschende Kraft dargestellt, die über allem schwebt. Der Sprecher des Gedichts befindet sich auf einer steinigen Höhe über dem wolkigen Wald. Er neigt bereitwillig seinen Nacken dem erlösenden Streich des Mondes zu. Dies deutet auf eine gewisse Unterwerfung und Akzeptanz der Macht des Mondes hin. Der Sprecher scheint die Schönheit und die transformative Kraft des Mondes zu erkennen und sich ihr zu öffnen. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre der Mystik und des Geheimnisvollen. Der Mond wird als eine Art göttliche Instanz dargestellt, die über das Leben und den Tod entscheidet. Die Verwendung von Bildern wie der Sichel und dem Schnitter verstärkt diese Vorstellung. Der Sprecher scheint in einer Art tranceähnlichem Zustand zu sein, in dem er sich dem Einfluss des Mondes hingibt und bereit ist, sich ihm zu unterwerfen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- willig den Nacken Deinem erlösenden Streich
- Metapher
- Deinem erlösenden Streich
- Personifikation
- Dich schwingt der Ewige Schnitter