Möcht wissen, was sie schlagen
1837Möcht wissen, was sie schlagen So schön bei der Nacht, ′s ist in der Welt ja doch niemand, Der mit ihnen wacht.
Und die Wolken, die reisen, Und das Land ist so blaß, Und die Nacht wandelt leise Durch den Wald übers Gras.
Nacht, Wolken, wohin sie gehen, Ich weiß es recht gut, Liegt ein Grund hinter den Höhen, Wo meine Liebste jetzt ruht.
Zieht der Einsiedel sein Glöcklein, Sie höret es nicht, Es fallen ihre Löcklein Übers ganze Gesicht.
Und daß sie niemand erschrecket, Der liebe Gott hat sie hier Ganz mit Mondschein bedecket, Da träumt sie von mir.
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Interpretation
Das Gedicht "Möcht wissen, was sie schlagen" von Joseph von Eichendorff handelt von der Sehnsucht und der Liebe zu einer verlorenen oder abwesenden Geliebten. Der Sprecher möchte wissen, was die nächtlichen Geräusche zu bedeuten haben, da er allein wach ist und sich einsam fühlt. Die Nacht und die Wolken werden als Symbole für die Vergänglichkeit und die Unerreichbarkeit der Geliebten verwendet. Der Sprecher weiß, dass seine Liebste an einem Ort hinter den Bergen ruht, wo sie von niemandem gestört wird. Die Beschreibung der Geliebten, die schläft und von Mondschein umgeben ist, vermittelt eine romantische und traumhafte Atmosphäre. Das Gedicht endet mit dem Gedanken, dass die Geliebte von dem Sprecher träumt, was auf eine tiefe emotionale Verbindung zwischen den beiden hindeutet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Es fallen ihre Löcklein Übers ganze Gesicht.
- Metapher
- Da träumt sie von mir
- Personifikation
- Der liebe Gott hat sie hier Ganz mit Mondschein bedecket