Mißschweren
1605Es braucht ein böser Mensch das schweren wie ein Tuch, Damit zu flicken auß Zucht- Ehr- und Tugend-Bruch.
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Interpretation
Das Gedicht "Mißschweren" von Friedrich Freiherr von Logau beschreibt die Neigung eines schlechten Menschen, Schuld und Verantwortung wie einen Mantel zu tragen, um die eigenen Verfehlungen zu kaschieren. Der Sprecher deutet an, dass der Bösewicht diese Last nutzt, um seine Verstöße gegen Zucht, Ehre und Tugend zu überdecken und zu flicken. In der zweiten Strophe wird die Metapher des Mantels weitergeführt. Der Bösewicht verwendet das "Mißschweren" als eine Art Flicken, um seine moralischen Brüche zu verbergen. Dies impliziert, dass der Mensch bewusst seine schlechten Taten und Charakterzüge verdeckt, anstatt sich ihnen zu stellen und sie zu verbessern. Das Gedicht kritisiert somit das Verhalten von Menschen, die ihre moralischen Schwächen nicht eingestehen und stattdessen versuchen, sie zu verbergen. Logau wirft ihnen vor, dass sie ihre Verfehlungen nicht bereuen oder zu bessern versuchen, sondern sie nur oberflächlich überdecken. Dieses Verhalten wird als unehrlich und verwerflich dargestellt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Damit zu flicken auß Zucht- Ehr- und Tugend-Bruch
- Metapher
- Es braucht ein böser Mensch das schweren wie ein Tuch