Minente

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1764

Mein Vergnügen ist Spiel, Burratini, ein Pranzo, der Stierkampf, Hab′ ich kein Geld mehr, so pflanz′ ich an die Ecke mich auf.

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Illustration zu Minente

Interpretation

Das Gedicht "Minente" von Wilhelm Friedrich Waiblinger handelt von einem jungen Mann, der sein Vergnügen in einfachen, aber genussvollen Dingen findet. Sein Leben ist geprägt von Spiel, gutem Essen und dem Spektakel des Stierkampfs. Diese Aktivitäten stehen für eine sorglose und hedonistische Lebensweise, die auf unmittelbarem Genuss und der Freude am Augenblick ausgerichtet ist. Die zweite Zeile des Gedichts offenbart jedoch eine gewisse Begrenztheit und Abhängigkeit von finanziellen Mitteln. Wenn das Geld ausgeht, ändert sich die Situation drastisch. Der Sprecher setzt sich an die Ecke, was auf eine passive und möglicherweise bettelnde Haltung hindeutet. Diese Wendung im Gedicht verdeutlicht die Vergänglichkeit des Vergnügens und die prekäre finanzielle Situation des Protagonisten. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Ambivalenz zwischen dem Streben nach Vergnügen und der Realität finanzieller Abhängigkeit. Es spiegelt die Lebensweise eines jungen Mannes wider, der zwischen Genuss und Not schwankt und dessen Glück stark von äußeren Umständen abhängt. Die einfache, aber eindringliche Sprache unterstreicht die Direktheit und Ehrlichkeit, mit der der Sprecher sein Leben beschreibt.

Schlüsselwörter

vergnügen spiel burratini pranzo stierkampf hab kein geld

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Spiel, Burratini
Bildlichkeit
der Stierkampf
Enjambement
Mein Vergnügen ist Spiel, Burratini, ein Pranzo, der Stierkampf,
Kontrast
Hab′ ich kein Geld mehr, so pflanz′ ich an die Ecke mich auf