Menschliches Wirken

Friedrich von Schiller

1759

An dem Eingang der Bahn liegt die Unendlichkeit offen, Doch mit dem engesten Kreis höret der Weiseste auf.

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Illustration zu Menschliches Wirken

Interpretation

Das Gedicht "Menschliches Wirken" von Friedrich von Schiller thematisiert die Begrenztheit des menschlichen Handelns im Angesicht der unendlichen Möglichkeiten des Lebens. Es verdeutlicht, dass der Mensch, selbst der Weiseste unter ihnen, in seinem Tun und Denken an enge Grenzen gebunden ist. Das Gedicht beginnt mit dem Bild des "Eingangs der Bahn", der die "Unendlichkeit" offenbart. Dies symbolisiert die unzähligen Wege und Möglichkeiten, die dem Menschen im Leben offenstehen. Doch gleichzeitig wird deutlich, dass der Mensch, trotz dieser scheinbaren Freiheit, in seinem Handeln beschränkt ist. Der "engste Kreis" steht hier für die begrenzten Möglichkeiten und den begrenzten Radius, in dem sich der Mensch bewegen kann. Der "Weiseste" unter den Menschen wird explizit erwähnt, um zu betonen, dass selbst der Klügste und Einsichtigste an diese Grenzen stößt. Es wird deutlich, dass es nicht an Intelligenz oder Wissen mangelt, sondern dass die Begrenztheit des menschlichen Daseins eine universelle Konstante ist. Das Gedicht regt somit zum Nachdenken über die menschliche Existenz und die damit verbundenen Begrenzungen an.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Doch mit dem engsten Kreis höret der Weiseste auf
Metapher
An dem Eingang der Bahn liegt die Unendlichkeit offen