Menschliches Elend

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Alsbald ein neues Kind die erste Luft empfindt, so hebt es an zu weinen; die Sonne muß ihm scheinen den viermal zehnten Tag, eh als es lachen mag. O Welt, bei deinen Sachen ist Weinen mehr als Lachen.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Menschliches Elend

Interpretation

Das Gedicht "Menschliches Elend" von Friedrich Freiherr von Logau beschreibt die traurige Natur des menschlichen Lebens, die bereits im Moment der Geburt beginnt. Ein Neugeborenes empfindet sofort die Luft und beginnt zu weinen, während es vierzehn Tage dauert, bis es zum ersten Mal lächeln kann. Dies deutet darauf hin, dass das Weinen und die Trauer dem Menschen von Anfang an innewohnen. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts verdeutlichen die pessimistische Weltsicht des Autors. Er stellt die Welt als einen Ort dar, an dem Weinen und Leid überwiegen, während das Lachen und die Freude in der Minderheit sind. Die Welt wird als ein Ort beschrieben, an dem das Elend und die Trauer überwiegen, während das Glück und die Freude selten sind. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine düstere und pessimistische Sicht auf das menschliche Leben. Es legt nahe, dass das Weinen und das Leid die vorherrschenden Zustände sind, während das Lachen und die Freude nur selten auftreten. Der Autor scheint eine resignierte Haltung gegenüber dem menschlichen Schicksal einzunehmen und betont die Dominanz des Elends in der Welt.

Schlüsselwörter

weinen lachen alsbald neues kind erste luft empfindt

Wortwolke

Wortwolke zu Menschliches Elend

Stilmittel

Hyperbel
vierzähnten Tag
Kontrast
Weinen mehr als Lachen
Metapher
die erste Luft empfindt
Personifikation
die Sonne muß ihm scheinen
Symbolik
Weinen und Lachen