Menschenmaßstab

Hanns von Gumppenberg

unknown

Man soll nicht unbescheiden sein Und soll die Menschen nicht herrlich wollen Gleich im ganzen, vom Kopf zur Zeh′, Fürs Halleluja und Evoë! Ein jeder hat doch Teil am Vollen, Ein jeder, und wär′ er noch so klein: So dann und wann, Wie′s jeder kann, Ein schöner Zug Ist auch genug.

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Interpretation

Das Gedicht "Menschenmaßstab" von Hanns von Gumppenberg thematisiert die Idee, dass Menschen nicht übermäßig anspruchsvoll sein sollten, wenn es um die Beurteilung ihrer Mitmenschen geht. Der Dichter fordert dazu auf, nicht zu erwarten, dass jeder Mensch von Kopf bis Fuß vollkommen und glorreich ist. Stattdessen sollte man akzeptieren, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner Größe oder Bedeutung, einen Anteil am Ganzen hat. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Idee vertieft, dass jeder Mensch auf seine Weise etwas Schönes beitragen kann. Es wird betont, dass es ausreicht, wenn jeder Mensch ab und zu etwas Schönes beitragen kann, so wie er es eben kann. Ein schöner Zug oder eine positive Eigenschaft eines Menschen ist genug, um ihn wertvoll zu machen. Das Gedicht plädiert somit für eine realistische und tolerante Sichtweise auf die menschliche Natur, die die kleinen, aber bedeutenden Beiträge jedes Einzelnen anerkennt.

Schlüsselwörter

jeder soll unbescheiden menschen herrlich wollen gleich ganzen

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Stilmittel

Anapher
Ein jeder hat doch Teil am Vollen, Ein jeder, und wär′ er noch so klein
Bildlichkeit
Vom Kopf zur Zeh′
Kontrast
Man soll nicht unbescheiden sein / Und soll die Menschen nicht herrlich wollen
Metapher
Halleluja und Evoë
Wiederholung
So dann und wann