Meine Wünsche
unknownEin eignes Halmenhüttchen, Ein Gärtchen und ein Feld, Ist alles was ich flehe Für mich vom Herrn der Welt.
Ihr Großen aller Zeiten, Homer, Virgil, Schakspear, Dant′, Ariost und Tasso, Gern wohnet ihr mit mir.
Fern des Gesangs zu spotten Der schwachen Schülerinn, Erhöht durch Rath und Muster Ihr täglich ihren Sinn.
Vielleicht dringt in den Tempel Des Ruhms auch sie einst ein, Erringet sich ein Plätzchen Im langen Dichterreihn.
Des Lebens Mühn und Sorgen, Der Fehdungen Gedräng′ Stellt′ ich Geduld entgegen, Wenn dieß mir nur geläng′.
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Interpretation
Das Gedicht "Meine Wünsche" von Elisabeth Kulmann thematisiert die bescheidenen Wünsche der lyrischen Ich-Figur nach einem einfachen Leben in der Natur. Sie sehnt sich nach einem eigenen kleinen Häuschen, einem Garten und einem Feld, was ihre Sehnsucht nach Ruhe und Abgeschiedenheit verdeutlicht. Diese bescheidenen Wünsche stehen im Kontrast zu den großen Leistungen der berühmten Dichter der Vergangenheit wie Homer, Virgil, Shakespeare, Dante, Ariost und Tasso, die sie gerne in ihrem bescheidenen Heim willkommen heißen würde. Die lyrische Figur wünscht sich, von diesen großen Geistern inspiriert und unterstützt zu werden, um ihre eigenen poetischen Fähigkeiten zu verbessern und vielleicht eines Tages selbst einen Platz in der Reihe der Dichter einzunehmen. Die zweite Strophe des Gedichts zeigt die Bewunderung der lyrischen Figur für die großen Dichter der Vergangenheit. Sie wünscht sich, dass diese ihr in ihrem bescheidenen Heim Gesellschaft leisten und ihr durch Rat und Beispiel helfen, ihren Sinn täglich zu erhöhen. Dies verdeutlicht den Wunsch der lyrischen Figur nach geistiger Anregung und Weiterentwicklung ihrer poetischen Fähigkeiten. Sie sehnt sich danach, von den Meistern des Fachs zu lernen und von ihnen inspiriert zu werden, um ihre eigenen poetischen Ambitionen zu verwirklichen. Die letzte Strophe des Gedichts zeigt die Hoffnung der lyrischen Figur, dass sie vielleicht eines Tages selbst in den Tempel des Ruhms eintreten und sich einen Platz in der Reihe der Dichter erringen könnte. Sie ist bereit, die Mühen und Sorgen des Lebens sowie die Enge der Fehden mit Geduld zu ertragen, solange ihr bescheidener Wunsch nach einem eigenen Häuschen, Garten und Feld erfüllt wird. Dies verdeutlicht ihre Entschlossenheit und ihren Willen, ihre poetischen Ambitionen zu verfolgen, auch wenn dies mit Opfern und Entbehrungen verbunden sein mag.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ein eignes Halmenhüttchen
- Anapher
- Ein Gärtchen und ein Feld, Ist alles was ich flehe
- Apostrophe
- Ihr Großen aller Zeiten, Homer, Virgil, Schakspear, Dant′, Ariost und Tasso
- Hyperbel
- Des Ruhms auch sie einst ein
- Metapher
- Des Lebens Mühn und Sorgen
- Personifikation
- Der Fehdungen Gedräng′
- Rhetorische Frage
- Fern des Gesangs zu spotten