Meine Seele

Georg Heym

1942

Golo Gangi gewidmet

Meine Seele ist eine Schlange, Die ist schon lange tot, Nur manchmal in Herbstesmorgen, Entblättertem Abendrot Wachse ich steil aus dem Fenster, Wo fallende Sterne sind, Über den Blumen und Kressen Meine Stirne spiegelt Im stöhnenden Nächte-Wind.

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Illustration zu Meine Seele

Interpretation

Das Gedicht "Meine Seele" von Georg Heym beschreibt die Seele als eine tote Schlange, die nur in bestimmten Momenten wieder zum Leben erwacht. Die Seele wird als etwas Totes dargestellt, das nur selten und flüchtig aktiv wird. In den Herbstmorgen und bei untergehender Sonne erwacht die Seele kurzzeitig zum Leben. Sie wächst aus dem Fenster empor und blickt auf die Sterne und Pflanzen darunter. Die Seele wird als etwas Fremdes und Unheimliches beschrieben, das in der Nacht stöhnt und den Wind bewegt. Das Gedicht vermittelt eine düstere und melancholische Stimmung. Die Seele wird als etwas Totes und Unbelebendes dargestellt, das nur selten und flüchtig aktiv wird. Die Bilder von Herbst, Nacht und stöhnendem Wind verstärken die düstere Atmosphäre. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein Gefühl von Einsamkeit, Traurigkeit und der Vergänglichkeit des Lebens.

Schlüsselwörter

golo gangi gewidmet seele schlange lange tot manchmal

Wortwolke

Wortwolke zu Meine Seele

Stilmittel

Bildlichkeit
Wo fallende Sterne sind
Kontrast
Meine Stirne spiegelt Im stöhnenden Nächte-Wind
Metapher
Meine Seele ist eine Schlange
Personifikation
Nicht nur manchmal in Herbstesmorgen, Entblättertem Abendrot
Symbolik
Über den Blumen und Kressen