Meine Erde -2. Weltschwellendes Lied

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1854

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Peter Hille

Meine Erde - 2. Weltschwellendes Lied

Über grüßende Klüfte und Büsche zieht Und junge Vögel wiegende Wipfel Zwei gelbe Falter… Ein Haschen, ein Fühlen, Vorüber… Das währt, das währt.

Seliger Flug, Hier in den Himmel Die beiden es trug: Mit vier Blättern Zwei Blumen.

Was so schwer in der Erde, So ganz schwer - Aller Frühling schweigt Und singt sein leuchtend schwellendes Reifen. Allmenschen.

Braunes Mühen, Perlen des Fleißes, Rosen auf greifenden Knäufen. Bilder rohrleichter Hütten. Hurtige Schultern des plaudernd Kindlich treibenden Wichtes Tragen über das Tal zu anderem Hofe Ziegen und Frucht - Grüne Weiten. Ziegenerstiegene.

Schmerzen wühlen Schmerzen, seliges Sichlegen ins Grab - In Erde all: Schwanken der Seele zur Höhe -

Die Lüfte sind müde Schwer vom Fremden, Vögel darin, Schwarze Vögel mit harten, bohrenden Seelen Dunkelrunden Augen, Blankem bereitem Schnabel. Schwarzer Scharen fliegendes Fragen, Zusammenrufen Dunkelbeutefroher Ruf.

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Illustration zu Meine Erde -2. Weltschwellendes Lied

Interpretation

Das Gedicht "Meine Erde - 2. Weltschwellendes Lied" von Peter Hille ist eine tiefgründige und vielschichtige Betrachtung der Natur und des menschlichen Daseins. Der erste Abschnitt beschreibt die zarte Schönheit der Natur, symbolisiert durch zwei gelbe Falter, die über grüßende Klüfte und Büsche ziehen. Diese Szene steht für die Vergänglichkeit und das ständige Wandeln des Lebens, wie es in der Zeile "Das währt, das währt" zum Ausdruck kommt. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Frühling als eine Zeit des Wachstums und der Erneuerung dargestellt. Die "vier Blätter" und "zwei Blumen" symbolisieren die Fruchtbarkeit und das Leben, das aus der Erde hervorgeht. Die Zeile "Was so schwer in der Erde, So ganz schwer" deutet auf die tiefe Verbundenheit des Menschen mit der Erde hin, die sowohl Last als auch Nahrung bietet. Der letzte Abschnitt des Gedichts thematisiert die harte Arbeit und die Schmerzen des menschlichen Lebens. Die "braunen Mühen" und "Perlen des Fleißes" stehen für die Anstrengungen und den Einsatz, die notwendig sind, um das Leben zu gestalten. Die "schwarzen Vögel mit harten, bohrenden Seelen" symbolisieren die dunklen Seiten des Lebens, die Fragen und Zweifel aufwerfen. Dennoch endet das Gedicht mit einem Hauch von Hoffnung, da die Seele "zur Höhe" schwankt, was auf die Möglichkeit der Transzendenz und des spirituellen Wachstums hindeutet.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Perlen des Fleißes
Bildsprache
Braunes Mühen, Perlen des Fleißes, Rosen auf greifenden Knäufen
Hyperbel
Aller Frühling schweigt Und singt sein leuchtend schwellendes Reifen
Kontrast
Schmerzen wühlen Schmerzen, seliges Sichlegen ins Grab
Metapher
Schwarze Vögel mit harten, bohrenden Seelen
Onomatopoesie
hurtige Schultern
Personifikation
Aller Frühling schweigt Und singt sein leuchtend schwellendes Reifen
Symbolik
Zwei gelbe Falter