Meine Erde -1. Boden

Unknown Author

1870

hor.de | Gedichtsammlung | Wörterlisten | Notizen

Peter Hille

Meine Erde -

  1. Boden

Siehe ich bin eine traurige Erde, Größemüde sinnende Landschaft, Tuend ruhende Schwere! Wie von Werken Trauriger Wein. So verlorenes Stärken: Was? Schwarze Vögel, Wie ein Trauerband gezogen Um leisblaue zarte Schultern Sehnenden Himmels, Mit so nahen spähenden Augen, Die was Schnelles sagen, Kommt mir geflogen, Die fragend, kündend. Fichtenzweige sind getüpfelt. Wie taubes Gold in welker Hand, Das bietend keinen Nehmer fand.

Flog mal an geschecktes Licht, Ein verstecktes Kindsgesicht, Flog mal an. Ist wo verhalten Lieb in linder Luft Listigen Taumels wonniges Leben, Flüsterndes Sprühen Verstohlen hinüber-.

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Meine Erde -1. Boden

Interpretation

Das Gedicht "Meine Erde - 1. Boden" von Peter Hille beschreibt die Erde als eine traurige, müde und schwere Landschaft. Die Erde wird als ein Ort der Trauer und des Verlusts dargestellt, wo die schwarzen Vögel wie ein Trauerband um den sehnenden Himmel fliegen. Die Fichtenzweige sind mit Taubem Gold getüpfelt, das in einer welken Hand keinen Nehmer findet, was die Einsamkeit und Verlassenheit der Erde unterstreicht. In der zweiten Strophe des Gedichts wird die Erde als ein Ort der verborgenen Liebe und des geheimen Lebens beschrieben. Ein geschecktes Licht und ein verstecktes Kindergesicht fliegen vorbei, was auf eine flüchtige Schönheit und Hoffnung inmitten der Traurigkeit hindeutet. Die Erde birgt listigen Taumel und flüsterndes Sprühen, das verstohlen hinüberweht, was auf eine subtile, aber beständige Lebenskraft hindeutet, die trotz der Trauer und des Verlusts weiterbesteht.

Schlüsselwörter

erde flog hor gedichtsammlung wörterlisten notizen peter hille

Wortwolke

Wortwolke zu Meine Erde -1. Boden

Stilmittel

Bildlichkeit
Listigen Taumels wonniges Leben
Metapher
Flüsterndes Sprühen
Personifikation
Verstohlen hinüber-
Vergleich
Wie taubes Gold in welker Hand