Meine Blume
1803Sei gegrüßet, kleine Blume, Blume der Vollkommenheit, Die die Heiligen und Weisen Namlos preisen; Denn des Herzens schönste Zier Wohnt in Dir.
Nicht auf Höhn, im stillen Thale Blühest Du, am frischen Quell, Zeigst des weiten Himmels Bläue, Reine Treue, Und in ihr der Sonne Gold, Mild und hold.
Fragst Du mich, wie heißt die Blume, Die den hohen Schmuck uns zeigt: Sonnengluth und Himmelsbläue, Lieb′ und Treue? Nimm hier dies Vergißmeinnicht, Treu′ und Licht.
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Interpretation
Das Gedicht "Meine Blume" von Johann Gottfried von Herder ist eine Hommage an die Schönheit und Vollkommenheit einer kleinen Blume, die als Symbol für die höchsten menschlichen Tugenden steht. Die Blume wird als "Blume der Vollkommenheit" bezeichnet und von den Heiligen und Weisen namenlos gepriesen. Sie verkörpert die "schönste Zier des Herzens" und wird als Inbegriff von Reinheit, Treue und Sanftmut dargestellt. Das Gedicht beschreibt die Blume als bescheiden wachsend im stillen Tal am frischen Quell. Sie zeigt die "weite Himmelsbläue" und die "Sonnengluth", was ihre Reinheit und Wärme symbolisiert. Die Blume steht für "Lieb' und Treue" und wird als treuer und lichtvoller Begleiter dargestellt. Im letzten Vers wird die Blume als "Vergissmeinnicht" identifiziert, eine Blume, die für ihre blaue Farbe und ihre Symbolik der Treue und des Gedenkens bekannt ist. Das Gedicht endet mit der Aufforderung, diese Blume als Symbol für Treue und Licht zu nehmen und zu bewahren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sonnengluth und Himmelsbläue
- Allusion
- Heiligen und Weisen
- Anapher
- Blume der Vollkommenheit
- Bildlichkeit
- Des weiten Himmels Bläue
- Hyperbel
- Des Herzens schönste Zier
- Kontrast
- Nicht auf Höhn, im stillen Thale
- Metapher
- Blume der Vollkommenheit
- Parallelismus
- Lieb′ und Treue
- Personifikation
- Die die Heiligen und Weisen namenlos preisen
- Reimschema
- AABB
- Symbolik
- Vergißmeinnicht