Mattgelb

Lisa Baumfeld

unknown

»O toi, que j′eusse aimée …«

Einmal sollte durch mein Leben Jene Hand, die blasse, schweben, Wie ein Lenzwind … duftbethaut … In der Seele müden Saiten Hört′ ich leise, zärtlich gleiten Wundersamen Äolslaut …

Immer tiefer wollt′ es schwellen … Hab′ mich an den dunklen Wellen, An dem süssen Klang gelabt … Und ich weiss, mit tiefem Bangen, Jene Hand ist früh vergangen … Weil ich sie zu lieb gehabt …

Und ich weiss … in sel′gen Hainen, Wo die lichten Brunnen weinen, Lag ich einst vor dir auf Knien. Fernher bebte Glockenläuten … Matte gelbe Rosen streuten Ihre Blätter um uns hin …

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Mattgelb

Interpretation

Das Gedicht "Mattgelb" von Lisa Baumfeld handelt von einer tiefen Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe und der damit verbundenen Melancholie. Der Titel "Mattgelb" symbolisiert die Vergänglichkeit und das Verblassen der Liebe, ähnlich wie die Farbe der Rosenblätter, die am Ende des Gedichts erwähnt werden. Die erste Strophe beschreibt die Sehnsucht nach einer Berührung, die wie ein sanfter Wind durch das Leben weht und die müden Saiten der Seele zum Klingen bringt. Die zweite Strophe zeigt die Intensität dieser Sehnsucht, die immer tiefer wird und den Sprecher an den süßen Klang bindet. Doch die dritte Strophe offenbart, dass diese Hand zu früh verschwunden ist, weil der Sprecher sie zu sehr geliebt hat. Die letzte Strophe führt den Leser an einen Ort der Erinnerung, wo der Sprecher einst vor der Geliebten auf den Knien lag. Die Glocken läuten in der Ferne, und die matten gelben Rosenblätter umgeben sie. Dieses Bild symbolisiert die Vergänglichkeit der Liebe und die damit verbundene Traurigkeit.

Schlüsselwörter

hand weiss toi que eusse einmal sollte leben

Wortwolke

Wortwolke zu Mattgelb

Stilmittel

Alliteration
Matte gelbe Rosen streuten
Metapher
Ihre Blätter um uns hin
Personifikation
In der Seele müden Saiten