Marschland

Elisabeth Fuhrmann-Paulsen

unknown

Draußen brausen die großen Winde. Sie brausen wild um mein einsam Haus in flachem Lande.

Sie füllen das Meer mit Wasser. Jede Farbe ist grau, auch die Augen der Frauen.

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Illustration zu Marschland

Interpretation

Das Gedicht "Marschland" von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen beschreibt eine einsame Landschaft, in der starke Winde um ein einsames Haus toben. Die Naturgewalten werden als bedrohlich und übermächtig dargestellt, während das Haus als einziger Schutz in dieser kargen Umgebung erscheint. Die Winde werden personifiziert, als ob sie ein eigenes Leben hätten und das Meer mit Wasser füllen. Die Farbgebung des Gedichts ist trist und düster. Alles scheint in Grautönen zu erstrahlen, selbst die Augen der Frauen. Diese Farbwahl verstärkt die Stimmung der Einsamkeit und Verlassenheit, die das Gedicht vermittelt. Die Frauen scheinen in dieser unwirtlichen Umgebung ihre Lebensfreude und Farbe verloren zu haben. Das Gedicht vermittelt ein Gefühl von Isolation und Härte der Natur. Das flache Land und das einsame Haus symbolisieren die Abgeschiedenheit des Menschen von der Zivilisation. Die Winde und das Meer wirken wie übermächtige Kräfte, denen sich der Mensch beugen muss. Die graue Farbgebung und die leeren Augen der Frauen unterstreichen die Tristesse und den Mangel an Hoffnung in dieser Umgebung.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Sie brausen wild
Bildsprache
Sie füllen das Meer mit Wasser
Farbmetapher
Jede Farbe ist grau
Personifikation
Draußen brausen die großen Winde
Symbolik
auch die Augen der Frauen