Manchem ward ein schöner Lied
unknownManchem ward ein schöner Lied Aber dies ist meines Wenn auch kargen Scheines Ohne Stolz und Unterschied Du vernimmst es kaum.
Wie ein Raum den selbst ich rüste So wie mirs genehm Wie ein Mund den oft ich küsste Meinem Mund bequem - Ob ich auch so Mund als Raum Reicher noch und schöner wüsste.
Ach in jenen kleinen Falten Die sie schalten Hat mein Leid sich eingedrückt Und in jenem holden Stocken Halb erschrocken Schrak ich selbst - wie tief beglückt!
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Interpretation
Das Gedicht "Manchem ward ein schöner Lied" von Max Kommerell handelt von der Intimität und der persönlichen Bedeutung eines eigenen Liedes oder Gedichts. Der Sprecher betont, dass ihm ein Lied gehört, das vielleicht nicht so schön oder stolz ist wie andere, aber dennoch einen besonderen Platz in seinem Herzen einnimmt. Das Gedicht beschreibt die enge Verbindung zwischen dem Sprecher und seinem Lied. Es vergleicht das Lied mit einem Raum, den der Sprecher selbst einrichtet, und mit einem Mund, den er oft geküsst hat. Diese Metaphern verdeutlichen die persönliche und intime Beziehung, die der Sprecher zu seinem Lied hat. Obwohl er möglicherweise andere Räume oder Münder kennt, die noch reicher und schöner sind, bleibt sein eigenes Lied einzigartig und unersetzlich. Im letzten Abschnitt des Gedichts wird die tiefe emotionale Verbindung zwischen dem Sprecher und seinem Lied deutlich. Der Sprecher beschreibt, wie sein Leid sich in den "kleinen Falten" des Liedes eingedrückt hat und wie er selbst erschrocken war, als er die tiefe Glückseligkeit entdeckte, die in diesem Lied verborgen liegt. Das Gedicht endet mit einem Ausdruck von tiefem Glück und Dankbarkeit für die intime Verbindung zwischen dem Sprecher und seinem eigenen Lied.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mund bequem
- Bildlichkeit
- Wie ein Raum den selbst ich rüste
- Enjambement
- Halb erschrocken Schrak ich selbst - wie tief beglückt!
- Metapher
- Wie ein Mund den oft ich küsste
- Personifikation
- Hat mein Leid sich eingedrückt