Mailieder -2. Garten
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Peter Hille
Mailieder - 2. Garten
Sieh mal, Hold, da unser Garten Kann Liebseelchen nicht erwarten. Kuck’, die wilden Blüten fliegen Dir ans Knie, Ans fein behende, Nehmen lächelnd, Leuchtend wie die Wolke oben, Dich bei Händen. Wollen dir im Haare liegen, Tief ins gold’ne Nest. Hasche sie! Halt’ sie fest!
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Interpretation
Das Gedicht "Mailieder - 2. Garten" von Peter Hille beschreibt einen Garten, der auf eine geliebte Person namens Hold wartet. Der Garten wird als lebendig und voller Energie dargestellt, wobei wilde Blüten scheinbar von selbst zur Person fliegen. Diese Blüten werden als lächelnd und leuchtend beschrieben, was eine fast magische oder übernatürliche Qualität verleiht. Der Garten scheint Hold aktiv zu umarmen, indem er ihr die Blüten "bei Händen nimmt" und sie sogar in ihr Haar legen möchte, um ein "goldenes Nest" zu bilden. Dieses Bild suggeriert eine enge Verbindung zwischen Hold und der Natur, wobei der Garten sie förmlich umsorgt und schmückt. Das Gedicht endet mit einem Appell an Hold, die Blüten zu fangen und festzuhalten. Dies könnte als Aufforderung verstanden werden, die Schönheit und Vergänglichkeit des Moments zu genießen und zu bewahren. Die Verwendung von Ausrufezeichen unterstreicht die Dringlichkeit und Intensität dieses Wunsches.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Leuchtend wie die Wolke oben
- Imperativ
- Hasche sie! Halt' sie fest!
- Metapher
- Nehmen lächelnd
- Personifikation
- Kann Liebseelchen nicht erwarten
- Symbolik
- Tief ins gold'ne Nest