Mai
18851
Die Kinder schreien »Vivat hoch!« In die blaue Luft hinein; Den Frühling setzen sie auf den Thron, Der soll ihr König sein.
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Die Kinder haben die Veilchen gepflückt, All, all, die da blühten am Mühlengraben. Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest In ihren kleinen Fäusten haben.
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Interpretation
Das Gedicht "Mai" von Theodor Storm thematisiert die kindliche Freude und den Enthusiasmus, mit dem der Frühling begrüßt wird. In der ersten Strophe rufen die Kinder "Vivat hoch!" in den blauen Himmel, um ihre Begeisterung für die neue Jahreszeit auszudrücken. Sie setzen den Frühling auf den Thron und machen ihn zu ihrem König, was die Wichtigkeit und die Herrlichkeit dieser Jahreszeit für die Kinder unterstreicht. In der zweiten Strophe geht es um die Veilchen, die die Kinder am Mühlengraben gepflückt haben. Sie haben alle Veilchen gesammelt, die dort blühten, um den Frühling fest in ihren kleinen Händen zu halten. Dies zeigt die kindliche Neugier und den Wunsch, die Schönheit der Natur zu erfassen und zu bewahren. Die Kinder wollen den Frühling nicht nur erleben, sondern auch physisch in den Händen halten, was ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten ausdrückt. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Freude, Begeisterung und kindlicher Naivität. Es zeigt, wie die Kinder den Frühling als etwas Besonderes und Kostbares betrachten und ihn mit allen Sinnen erleben wollen. Storm fängt die Unschuld und die pure Freude der Kinder ein, die sich in der Natur und den Jahreszeiten widerspiegelt. Das Gedicht ist ein Loblied auf den Frühling und die kindliche Wahrnehmung der Natur.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- All, all, die da blühten am Mühlengraben.
- Metapher
- Den Frühling setzen sie auf den Thron, Der soll ihr König sein.
- Personifikation
- Den Frühling setzen sie auf den Thron, Der soll ihr König sein.