Magst den Tadel noch so fein

Marie von Ebner-Eschenbach

unknown

Magst den Tadel noch so fein, noch so zart bereiten, weckt er Widerstreiten.

Lob darf ganz geschmacklos sein, hocherfreut und munter schlucken sie’s hinunter.

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Interpretation

Das Gedicht "Magst den Tadel noch so fein" von Marie von Ebner-Eschenbach thematisiert die menschliche Reaktion auf Kritik und Lob. Die Autorin verdeutlicht, dass selbst der feinste und zarteste Tadel bei Menschen Widerstand und Ablehnung hervorruft. Egal wie vorsichtig und rücksichtsvoll man Kritik äußert, sie wird oft als unangenehm empfunden und stößt auf Ablehnung. Im Gegensatz dazu scheint Lob, selbst wenn es geschmacklos oder übertrieben ist, von den Menschen gerne angenommen zu werden. Die Menschen sind erfreut und munter, wenn sie Lob erhalten und nehmen es bereitwillig an. Dies verdeutlicht die menschliche Neigung, positive Rückmeldungen zu schätzen und negative Kritik abzulehnen. Das Gedicht wirft die Frage auf, warum Menschen so unterschiedlich auf Lob und Tadel reagieren. Es könnte darauf hindeuten, dass Menschen eher dazu neigen, positive Bestätigung zu suchen und negative Kritik zu vermeiden. Die Autorin regt zum Nachdenken über die menschliche Natur und die Art und Weise an, wie wir auf Feedback reagieren.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Kontrast
Magst den Tadel noch so fein, noch so zart bereiten, weckt er Widerstreiten. Lob darf ganz geschmacklos sein, hocherfreut und munter schlucken sie's hinunter.
Parallelismus
Magst den Tadel noch so fein, noch so zart bereiten, weckt er Widerstreiten. Lob darf ganz geschmacklos sein, hocherfreut und munter schlucken sie's hinunter.