Mag da draußen
1797Mag da draußen Schnee sich türmen, Mag es hageln, mag es stürmen, Klirrend mir ans Fenster schlagen, Nimmer will ich mich beklagen, Denn ich trage in der Brust Liebchens Bild und Frühlingslust.
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Interpretation
Das Gedicht "Mag da draußen" von Heinrich Heine beschreibt die innere Wärme und Freude, die der Sprecher empfindet, trotz der äußeren Kälte und Unbilden des Winters. Die äußere Natur mit Schnee, Hagel und Sturm wird als hart und ungemütlich dargestellt, doch der Sprecher bleibt unbeeindruckt von diesen widrigen Umständen. Stattdessen findet er Trost und Glück in seinem Inneren. Der Sprecher trägt die Vorstellung seiner Geliebten und die Freude des Frühlings in seiner Brust. Diese innere Wärme und das Bild der Liebsten ermöglichen es ihm, die äußeren Widrigkeiten zu überstehen und zu überwinden. Die Naturgewalten können seine innere Ruhe und Zufriedenheit nicht erschüttern. Das Gedicht verdeutlicht die Kraft der Liebe und der inneren Vorstellungskraft, die es dem Sprecher ermöglichen, auch in den dunkelsten und kältesten Zeiten des Lebens Wärme und Freude zu finden. Es ist ein Loblied auf die menschliche Fähigkeit, in sich selbst eine Quelle des Glücks und der Zufriedenheit zu finden, unabhängig von äußeren Umständen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- Mag da draußen Schnee sich türmen, Mag es hageln, mag es stürmen / Klirrend mir ans Fenster schlagen, Nimmer will ich mich beklagen
- Metapher
- Denn ich trage in der Brust Liebchens Bild und Frühlingslust
- Personifikation
- Mag da draußen Schnee sich türmen, Mag es hageln, mag es stürmen, Klirrend mir ans Fenster schlagen