Mässigkeit
unknownMein Tisch der darff mich nicht um Übersatz verklagen; Der Gurgel ess′ ich nicht; ich esse nur dem Magen.
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Interpretation
Das Gedicht "Mäßigkeit" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Tugend der Zurückhaltung, insbesondere in Bezug auf Genuss und Überfluss. Der Sprecher betont, dass sein Tisch ihn nicht wegen Übermaßes anklagen darf, was auf eine bewusste Begrenzung des Konsums hindeutet. Die Zeile "Der Gurgel ess' ich nicht; ich esse nur dem Magen" verdeutlicht, dass das Essen nicht dem Vergnügen oder der Genusssucht dient, sondern ausschließlich dem Sättigungsbedürfnis des Magens. Hier wird die Unterscheidung zwischen Gier und Notwendigkeit deutlich. Die Sprache des Gedichts ist knapp und prägnant, was die Klarheit des Gedankens unterstreicht. Der Reim und der gleichmäßige Rhythmus verleihen dem Text eine strukturierte, fast moralische Kadenz. Durch die Personifizierung des Tisches, der "klagen" könnte, wird die Idee vermittelt, dass ein maßvoller Lebensstil selbst dem eigenen Besitz gegenüber gerecht ist. Der Sprecher positioniert sich als jemand, der bewusst die Kontrolle über seine Bedürfnisse behält. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine stoische Haltung gegenüber Genuss und Überfluss. Es plädiert für Selbstbeherrschung und die Ablehnung von Exzessen, die als moralisch bedenklich dargestellt werden. Die Kürze und Direktheit des Textes verstärkt die Eindringlichkeit der Botschaft: wahre Mäßigkeit bedeutet, nur das zu sich zu nehmen, was der Körper wirklich benötigt, nicht das, was die Sinne begehren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Der Gurgel ess′ ich nicht
- Kontrast
- Der Gurgel ess′ ich nicht; ich esse nur dem Magen
- Metapher
- Mein Tisch der darff mich nicht um Übersatz verklagen
- Personifikation
- Mein Tisch der darff mich nicht um Übersatz verklagen