März
1888Und aus der Erde schauet nur Alleine noch Schneeglöckchen; So kalt, so kalt ist noch die Flur, Es friert im weißen Röckchen.
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Interpretation
Das Gedicht "März" von Theodor Storm beschreibt die Übergangszeit zwischen Winter und Frühling. Die Natur ist noch von den kalten Temperaturen des Winters geprägt, wie das Bild des Schneeglöckchens zeigt, das sich aus der Erde erhebt, aber noch im kalten weißen Röckchen friert. Der März wird als eine Zeit dargestellt, in der der Frühling noch nicht vollständig Einzug gehalten hat, aber erste zarte Lebenszeichen zu erkennen sind. Das Schneeglöckchen steht symbolisch für die Hoffnung und den Beginn des Frühlings. Obwohl es sich aus der Erde erhebt und damit den Anfang des Frühlings ankündigt, ist es noch von der Kälte umgeben und friert in seinem weißen Röckchen. Dieses Bild verdeutlicht die Ambivalenz der Jahreszeit, in der sich Winter und Frühling noch die Waage halten. Die Wiederholung des Wortes "kalt" betont die anhaltende Kälte und die noch nicht vollständig erwachte Natur. Das Schneeglöckchen, als einziges Zeichen des Lebens, steht inmitten einer noch winterlich wirkenden Landschaft. Storm nutzt diese Kontraste, um die Schönheit und Zerbrechlichkeit des Frühlingsanfangs zu unterstreichen und die Leser:innen auf die baldige Ankunft des Frühlings einzustimmen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- So kalt, so kalt ist noch die Flur
- Metapher
- Es friert im weißen Röckchen
- Personifikation
- Und aus der Erde schauet nur Allein noch Schneeglöckchen