Märtyrer im Vatican

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1893

Nein, das nenn′ ich Tortur, das ist eine Strafe, so schrecklich, Daß sie der Maler allein, der sie gebildet, verdient.

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Illustration zu Märtyrer im Vatican

Interpretation

Das Gedicht "Märtyrer im Vatican" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert die Qual und das Leid, das durch künstlerische Schöpfung entsteht. Der Sprecher verurteilt eine bestimmte Form der Tortur als so schrecklich, dass nur der Schöpfer selbst sie verdient. Dies deutet auf eine Kritik an der Verantwortung des Künstlers für die Auswirkungen seiner Werke hin. Die Sprache des Gedichts ist eindringlich und drastisch, was die Intensität des Leids unterstreicht. Die Verwendung des Wortes "Tortur" impliziert eine extreme Form der Bestrafung, die über das normale Maß hinausgeht. Die Aussage, dass nur der Maler, der sie geschaffen hat, sie verdient, wirft Fragen nach der ethischen Verantwortung des Künstlers auf. Insgesamt reflektiert das Gedicht über die Macht der Kunst und die moralische Verantwortung des Schöpfers. Es fordert den Betrachter auf, über die Konsequenzen künstlerischer Ausdrucksformen nachzudenken und die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Nein, das nenn′ ich Tortur, das ist eine Strafe, so schrecklich
Metapher
der Maler allein, der sie gebildet